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d1985

theDieselWeaselLCI

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Donnerstag, 12. Januar 2017, 10:49

Wie kommt es das keiner vom Shell V-Power spricht?
Nun, V-Power hat sich bei meinen Tests einfach als völlig unnötig herausgestellt aus mehreren Gründen. Erstmal ist es teurer als AU, weshalb natürlich auch erstmal größere Erwartungen an den Sprit gekoppelt waren. Ich habe damals ca. 10.000km mit AU zurückgelegt und dann mal V-Power Diesel getankt aus Neugierde. Zum einen hat sich mit dem V-Power Sprit das Verbrennungsgeräusch wieder merklich verschlechtert. Zum anderen haben die Tests an der Diagnose-Software ergeben, dass das Intervall der DPF-Regeneration sowohl mit AU als auch mit V-Power fast doppelt so lang war verglichen mit normalem Diesel. D.h. die Rußbildung ist bei beiden Dieselsorten drastisch reduziert. Da aber die Laufkultur des Motors mit AU deutlich besser war, habe ich AU weiter getankt und den teureren V-Power Sprit außen vor gelassen, denn außer des geringeren Rußeintrags hatte der Sprit keine weiteren Vorteile.

Es gab auch mal einen Test in einer Zeitschrift, wo genau erklärt wurde, dass die Premiumdiesel keinen nennenswerten Leistungsvorteil bringen und auch keinen nennenswerten Verbrauchsvorteil. Was allerdings sehr deutlich auffiel, war dass eine starke Reduktion beim Schadstoffausstoß gemessen werden konnte – bei beiden Sorten, bei AU war der Vorteil aber nochmal besser als beim V-Power.

Somit stellt sich mir die Frage eigentlich nicht mehr nach V-Power, da der AU Sprit günstiger ist und in allen Belangen auch besser als das Shell-Derivat.

Ich hatte auch mal irgendwann hier in dem Zusammenhang gepostet, dass mir aufgefallen ist, dass die Abgase vom AU Diesel deutlich neutraler riechen als beim normalen Diesel. Dieser leicht "süßliche" Geruch vom normalen Diesel ist fast komplett verschwunden. Ich meine @Dutte hatte dazu damals die Erklärung geliefert. Auch stinkt der Sprit selbst beim zapfen kaum. Die berühmte "Dieselhand" nach dem tanken habe ich bei AU gar nicht mehr. Bei normalem Diesel riecht meist die ganze Hand fürchterlich nach Diesel und man bekommt das auch nur schwer wieder ab.

Die Lebensdauer meines DPF liegt laut dem goldenen Flüssle bei knapp 400.000km. Allerdings tankte ich im neuen Fahrzeug auch von Anfang an nur AU, sodass der Wert auch relativ unverfälscht sein sollte. Beim 120d, der ebenfalls recht neu ist und bisher nur normalen Diesel bekommen hat, liegt die Lebensdauer bei etwas über 250.000km. Soll sich jeder selbst seine Meinung dazu bilden. Auch der Regenerationsintervall liegt bei mir immer irgendwo um die 1.000 – 1.200km, wohingegen beim 120d mit normalem Diesel der Intervall zwischen 600-750km liegt.

Man könnte sagen, es sollte mir egal sein, wie lange der DPF hält, da ich das Fahrzeug eh nur drei Jahre fahren werde, allerdings kommen da zwei Faktoren ins Spiel. Zum einen möchte das Fahrzeug – ob Leasing oder nicht – im besten Zustand behalten, d.h. es wird der beste Sprit gefahren und immer schön aufs Warmfahren geachtet. Zum anderen möchte ich den größtmöglichen Komfort erzielen, wozu auch das Geräusch des Autos gehört, weswegen ich gerne bereit bin einen Aufpreis von 12 Cent / Liter zu bezahlen, wenn ich dadurch eine bessere Laufkultur bekomme.

Das größte Problem beim "nicht-Premium-Diesel-Tanken" ist halt, dass man eigentlich nie so wirklich weiß, wann es einen einholen wird, denn Fakt ist, dass eine deutlich größere Verschmutzung im Motor stattfindet und der Dreck an der falschen Stelle schnell zu Problemen führt. Bei dem einen geht das AGR-Ventil auf Grund von Versottung vielleicht erst nach 80.000km kaputt, bei einem anderen schon nach 10.000km, je nach dem wie schnell sich an welcher Stelle Siff bildet. Man weiß es halt nicht. Daher bin ich ein Befürworter davon, diese unbekannte Variable so weit wie möglich zu reduzieren um die Chancen eines Ausfalls so gering wie möglich zu halten.

Ich denke sogar, das viele Diesel im Winter bei Strecken unter 15-20 km nicht mal richtig auf Betriebstemperatur kommen ...
Da denkst du richtig. Ich fahre jeden Morgen knapp 30km ins Büro und abends die Strecke zurück. Bei den aktuellen Temperaturen rund um den Gefrierpunkt ist es so, dass in 90% der Fälle die Öltemperatur so gerade eben an der 100°C Marke kratzt, aber diese meist noch nicht komplett erreicht hat, eher so um die 90°C. Die ersten 10-15km bewegt sich die Nadel im Regelfall gar nicht. Mein Streckenprofil ist dabei ca. 90% Landstraße und 10% Stadtverkehr. Ich fahre allerdings auch mit der AGR-Rate von 1.5 sowie dem AGR-Mod, was die Aufwärmzeit im Winter um ca. 3-5km verlängert.

Bei 15km Strecke braucht mal also im Winter von Betriebstemperatur gar nicht zu reden, da sind locker 25km oder mehr nötig je nach Strecke und Konfiguration des Fahrzeugs. Da ich aber im Verlauf des Tages, zumindest aber mehrmals in der Woche Strecken von über 100km zurücklege, ist der Weg ins Büro jetzt nicht so das Problem – immerhin kommt die Kiste ja fast komplett auf Temperatur. Eventuelle Einträge ins Öl von Kraftstoff & Co. werden also auf den längeren Strecken dann wieder reduziert. Im Sommer sieht das auch schon wieder anders aus, da liegen teilweise nach 10km schon 60-70°C an und nach 15-20km ist die Temperatur zuverlässig auf 100°C geklettert.

Problematisch wird es auf jeden Fall, wer mit dem Diesel täglich nur wenige Kilometer fährt – egal ob Winter oder Sommer, denn gerade in der Warmlaufphase wird viel Ruß produziert, sodass der DFP, das AGR-Ventil etc. entsprechend schnell zu siffen. Hinzu kommt dann, dass auf kurzen Strecken die forcierte Regeneration nicht mehr funktioniert, da das Fahrzeug nicht die Chance hat in der kurzen Zeit den DPF zu reinigen. Dann passiert irgendwann das unausweichliche und der DPF sitzt komplett zu, sodass nur noch der Tausch hilft. Wer einen Diesel fährt, sollte also tunlichst einige Kilometer im Jahr zusammen bekommen, ansonsten entpuppt sich der vermeintliche Spritspareffekt als Kostenfalle durch hohe Reperaturkosten.

aber ganz ehrlich wenn ich bei nem 330d auf 80tkm nur AU tanke könnte ich mir nach genannten Kilometern für das Geld was ich mehr gezahlt habe 2x neue AGR Ventile kaufen.
Das AGR-Ventil als solches kostet bei Leebmann etwa 200€ zzgl. zusätzlicher Teile, die mitgetauscht werden müssen, wie Dichtungen etc. liegst bei etwa 220€. Für die Arbeitszeit seitens BMW kommt auch nochmal was zusammen. Der AGR-Tausch beim 120d hätte – sofern nicht auf Garantie passiert – in Summe bei knapp 550€ gelegen.

Dabei gehst du aber auch davon aus, dass das AGR-Ventil das einzige ist, was mit der Versottung im Motor zu kämpfen hat, was aber nicht der Fall ist. Alles im Kontakt mit dem Ansaugtrakt wird in Mitleidenschaft gezogen, also auch die Ventile selbst, die Einspritzdüsen etc. und da wird es dann sehr schnell sehr teuer.

Im Grunde ist es eine Frage wie wichtig einem der bestmögliche Zustand seines Motors ist. Deiner Argumentation folgend könnte man auch einfach das billigste Öl nehmen, denn was man dort im Laufe der Zeit spart, könnte man später in Reparaturen stecken. Jeder weiß allerdings, dass auch beim Öl signifikante Unterschiede bestehen und das Sparen an der falschen Stelle sehr schnell richtig teuer werden kann. Nur weil es "erlaubt" ist oder in diesem Beispiel das Öl "freigegeben" ist, heißt es nicht, dass es genau so gut ist wie andere Sorten. Natürlich kann auch alles gut gehen, aber die Chance, dass es nicht gut geht, steigt signifikant an durch den Eintrag suboptimaler Faktoren. Wer mit dem Risiko kein Problem hat, soll natürlich tun, was ihm beliebt, denn es ist eine persönliche Preferenz, daher sage ich ja auch, dass ich persönlich meinen Motor so gut wie möglich in Schuss halten möchte und ich gerne unnötige Risikofaktoren im Vorfeld ausschließe um mich hinterher nicht zu ärgern im Sinne von "...hätte ich mal...".

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »d1985« (12. Januar 2017, 11:16)


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Mario540i

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Donnerstag, 12. Januar 2017, 11:34

Jeder kann ja tanken was er will, aber ganz ehrlich wenn ich bei nem 330d auf 80tkm nur AU tanke könnte ich mir nach genannten Kilometern für das Geld was ich mehr gezahlt habe 2x neue AGR Ventile kaufen. :thumbsup: Oder öfter. Keine Ahnung was die kosten. Hatte noch nie Probleme damit obwohl ich noch nie AU getankt habe.


Wenn es nur die AGR Einheit wäre bin ich bei dir! Aber da kommt ja dann auch noch die Reinigung der Ansaugbrücke/Ersatz (Drallklappen) - siehe 5er Forum - dazu und schon reicht es wahrscheinlich nicht mehr! Und dann ist es natürlich noch ein Unterschied, ob ich es selbst mache oder bei BMW machen lassen muß!
Verunreinigung der Einlaßventile usw. kommen ja auch noch dazu fällt mir gerade ein.

Gruß Mario

Edit: d1985 hat das ja auch schon etwas ausführlicher erwähnt!
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Donnerstag, 12. Januar 2017, 11:44

Ja gut wenn man alles zusammen zählt natürlich dann nicht mehr aufwiegbar.

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Donnerstag, 12. Januar 2017, 11:54

Im Grunde ist es eine Frage wie wichtig einem der bestmögliche Zustand seines Motors ist. Deiner Argumentation folgend könnte man auch einfach das billigste Öl nehmen, denn was man dort im Laufe der Zeit spart, könnte man später in Reparaturen stecken. Jeder weiß allerdings, dass auch beim Öl signifikante Unterschiede bestehen und das Sparen an der falschen Stelle sehr schnell richtig teuer werden kann. Nur weil es "erlaubt" ist oder in diesem Beispiel das Öl "freigegeben" ist, heißt es nicht, dass es genau so gut ist wie andere Sorten. Natürlich kann auch alles gut gehen, aber die Chance, dass es nicht gut geht, steigt signifikant an durch den Eintrag suboptimaler Faktoren. Wer mit dem Risiko kein Problem hat, soll natürlich tun, was ihm beliebt, denn es ist eine persönliche Preferenz, daher sage ich ja auch, dass ich persönlich meinen Motor so gut wie möglich in Schuss halten möchte und ich gerne unnötige Risikofaktoren im Vorfeld ausschließe um mich hinterher nicht zu ärgern im Sinne von "...hätte ich mal...".


Ne ne so verallgemeinern sollte man meine Aussage nicht auch wenn sie natürlich so ausgelegt werden kann. Dort ging es nur um AU, um nichts anderes. Nicht das man mich hier als billigheimer hinstellt.

Ich hätte vielleicht nur schreiben sollen ich hatte noch nie Probleme auch ohne AU. Das sollte nur zeigen das es auch ohne AU funktionieren kann und das auch über 300tkm mit einem Motor (N47N2). Nicht das hier manche jetzt meinen wenn man nicht AU tankt macht man seiner Motor auf jedenfall kaputt früher oder später denn so könnte man das geschrieben auch deuten.

Mario540i

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Donnerstag, 12. Januar 2017, 12:43

Du als Billigheimer? :D Auf die Idee wäre ich niemals gekommen - bei dem Ausmaß an Umrüstungen, die du an deinem Auto schon vorgenommen hast! :thumbup:
:du: F31 330d mit M-PPK :du:

///Mario's 330d

d1985

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Donnerstag, 12. Januar 2017, 17:56

Das sollte nur zeigen das es auch ohne AU funktionieren kann und das auch über 300tkm mit einem Motor (N47N2). Nicht das hier manche jetzt meinen wenn man nicht AU tankt macht man seiner Motor auf jedenfall kaputt früher oder später denn so könnte man das geschrieben auch deuten.
Hey, nein als Billigheimer wollte ich dich natürlich nicht darstellen, war nicht meine Absicht falls es so rüber kam. Ich wollte eigentlich nur sagen, dass Defekte am oder im Motor auf Grund diverser Faktoren auftreten können – ob mit oder ohne AU. Für mich ist es lediglich so, dass ich von all diesen Faktoren nicht immer alle beeinflussen kann, wie z.B. Materialfehler, systembedingte Abnutzung etc... Die Faktoren, die ich aber beeinflussen kann sind unter anderem die verwendeten Betriebsstoffe. Wähle ich da die qualitativ hochwertigsten aus, senke ich das Risiko für Defekte, deren Auftreten mit eben diesen Betriebsstoffen in Zusammenhang stehen. Es lässt sich nicht wegdiskutieren, dass bei Standarddiesel weitaus höhere Verunreinigungen im Motor auftreten als mit Premiumsorten. Ob die Verunreinigung dann auch letztlich zum Defekt führt, das ist wiederum eine ganz andere Sache, da gebe ich dir natürlich Recht. Dennoch brauche ich persönlich gar nicht drüber nachzudenken, ob ich nun die hochwertigere Kraftstoffsorte fahre oder nicht, einfach weil ich weiß und messen kann, dass sich weniger Dreck durch die Verbrennung von AU oder VPower ergibt.

Sicherlich fahren auch genug moderne Diesel rum, bei denen selbst bei höchster Laufleistung kein Defekt mit dem Standardsprit auftritt. In diesen Fällen kann man also sagen, ist der Betriebszustand des Motors so ideal gewesen, dass die Ablagerungen sich nicht im nötigen Maße gebildet haben um einen Defekt hervorzurufen. Man kann halt nur nicht genau wissen, wodurch dieser ideale Zustand bedingt ist. Es geht ja schon damit los, dass bei dem einen Motor mehr Öl verbrannt wird als bei einem anderen, wodurch natürlich die "Klebrigkeit" des Drecks schon bei beiden Motoren völlig unterschiedlich aussieht. Trotz geringster Toleranzen ist kein Motor exakt gleich, weshalb bei dem einen vielleicht eher ein Problem auftritt als bei dem anderen.

Selbstverständlich kann auch mit AU ein AGR-Ventil versotten, die Wahrscheinlichkeit, dass dies genau so schnell passiert, ist allerdings deutlich geringer, einfach weil für diesen Prozess weniger "Material" zur Verfügung steht durch die sauberere Verbrennung. Wenn man sich im Netz mal umschaut, was sich da so sammelt (klick mich!), (Ansaugbrücke 530d F10 ) möchte ich davon zumindest so wenig wie möglich im Motor haben, denn das sieht nicht gut aus :)

Um es also nochmal klar zu stellen:
Nein, wer kein AU tankt macht seinen Motor damit nicht automatisch sofort kaputt, sonst würden ja nicht so viele problemlos rumfahren.
Ja, man kann die Wahrscheinlichkeit eines Defekts durch Versottung mit der richtigen Spritsorte definitiv senken, aber natürlich nicht ausschließen.

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Freitag, 13. Januar 2017, 00:16

Hi @d1985,

deine Bild-Links zeigen eindrucksvoll, wie es ausschaut, wenn Verbrennungsrückstände den Motor zusüffen, verkleben und letztlich die Leistung mindern, bzw. technische Ausfälle zu beklagen sind.

Hatt es schon im entsprechenden Thread an anderer Stelle gepostet: nicht nur das die AGR Ventile bei Alfa ganz ähnlich aussahen wie die Bilder vom BMW (siehe Link von @d1985) und auch nach Reinigung nicht mehr zu gebrauchen waren, sondern beim meinem zweiten Alfa hatte ich dann ausschließlich auf AU vertraut. Aufgrund zu geringem Frostschutz im Kühlmittel ist mir damals bei so bei ca. km 120.000 (kann mich nicht mehr an die genaue Laufleistung erinnern) die Zylinderkopfdichtung beim Alfa durchgebrannt (Kühlkreislauf war vereist, das Steuerventil konnte nicht den zweiten Kühlkreislauf öffnen, so dass der Motor heiß lief...der Klassiker also). Als die Werkstatt den Zylinderkopf abnahm, Ansaugkrümmer etc. abbaute, staunte der damalige Meister nicht schlecht, als er in die Brennräume, Ventilsitze etc. blickte, die sich im perfekten Zustand präsentierten. Der Ansaugkrümmer war zwar schwarz vor Ruß, aber nicht zugesüfft oder gar mit Ablagerungen verklebt, sondern präsentierte sich in einem recht "sauberen" Tragbild. Er fragte mich danals, ob ein Austauschmotor zu Einsatz kam oder schon mal eine größere Reparatur vorgenommen wurde, ich sagte nein, er war verblüfft, wie sauber sich das Innenleben präsentierte. Seit dem wie gesagt, kommt mir nichts anderes in den Tank, Punkt. Ich war und bin überzeugt.

Es tatsächlich so, wie @d1985 sagt, der Kraftstoff Aral Ultimate Diesel sieht nicht nur anders aus als DIN Diesel mit FAME Anteil, er riecht, sorry stinkt auch weniger, auch die Abgase riechen anders, nein selbst die Laufkultur (Verbrennungsgeräusch) sind deutlich günstiger. Das der Motor dabei nicht so zugammelt und auch die Regenerationsphasen des DPF sich deutlich zu höheren Laufleistungen verschieben macht die Verwendung von AU sinnvoll und letztlich auch bezahlbar, meine Meinung.

Bei ca. 0,12 € Mehrkosten beim Tanken von AU pro Liter, gerechnet mit ca. 6,5 l auf 100 km Durchschnitts-Verbrauch komme ich bei einer Laufleistung von ca. 80.000 km auf einen Mehrkostenanteil von ca. 624,-€. Lass es gerne auch um die 700 € sein, von mir aus, das ist immer noch deutlich weniger als eine Reparatur und Reinigung diverser Motorteile und für ein Premiumfahrzeug al' a F30/31 nicht unangemessen hoch. Dafür bleibt die Maschine im Inneren sauber und ich habe weniger bis keine AGR Probleme.
Nec aspera terrent! :watchout

Bubu

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Freitag, 13. Januar 2017, 05:53

Focus TDCi über 260.000km nur normalen Diesel getankt, nie ein Problem gehabt und mein 3er hat nun 130.000km runter und fast nie AU getankt (insgesamt evtl 8x in den letzten 30.000km) und auch da bisher noch keine Probleme. Aber evtl ist die Laufleistung noch zu gering oder es liegt tatsächlich viel am Fahrprofil, weil beide Fahrzeuge selten Kurzstrecken fuhren/fahren.


Davon würde ich ganz stark ausgehen. Ab ner gewissen Drehzahl schließt das AGR komplett ... wohl mehrheitlich auf der AB zu erreichen, und wenn kaum Kurzstrecke dabei ist ... gerade in der Warmlaufphase werden hohe Versottungsgrade erreicht. Ich denke sogar, das viele Diesel im Winter bei Strecken unter 15-20 km nicht mal richtig auf Betriebstemperatur kommen ... im Kombi der F3x an der Öltemp recht gut nachvollziehbar.
d1985 hat ja schon sehr ausführlich und schön dazu was geschrieben. Ich fahre auch mit nem 1,5er AGR Wert und Mod rum, noch dazu achte ich penibelst drauf im kalten Zustand das Gaspedal nur zu streicheln :love:
Erschreckend wie lange es bei eisigen Temperaturen dauert bis die Öltemp Nadel auf 12 Uhr steht 8o Neulich bei -14° zur Arbeit gefahren (Auto stand in der Tiefgarage war also nicht ganz so "durchgefroren" und erst ab 15km bewegt sich die Nadel von den 50° aufwärts. Bis dann die 12 Uhr / 100° (die Anzeigen mitteln ja stark bei der 12 Uhr Stellung) erreicht waren sind glaub ich über 35km vergangen. Der Durchschnittsverbrauch lag aber trotz Warmlaufphase zu dem Zeitpunkt bei 5,9l. Fahrprofil 1km bis zur BAB, dann ein paar Km 120kmh und dann rauf auf 135kmh.


Man merkt in der Warmlaufphase auch die Logik der Heizung. Sobald die Öltemp etwas zuckt und über die 50° geht fängt das Gebläse an ordentlich zu heizen und die Temp steigt nur sehr langsam weiter bzw verharrt erstmal etwas. Ich denke auch dass die Leostung des Zuheizers dann langsam reduziert wird wenn Motorwärme zur Verfügung steht.
Wenn man spaßhalber mal die Heizung / Lüftung ganz ausschaltet dann klettert die Temperatur auch relativ zügig weiter und erreicht deutlich schneller den optimalen Bereich.
Dieses Verfahren ist aber nur für empirische Forschungszwecke zu empfehlen weil mich einfach mal der Unterschied interessiert hat :D Dafür bleibts dann in de Karre ne Weile eisig kalt :wacko:
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Mario540i

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Freitag, 13. Januar 2017, 06:25

Hinsichtlich der Öltemperatur habe ich auch mal empirisch via OBD ausgelesen und mit der Anzeige im Kombi verglichen - Ergebnis ist, daß da nicht gemittelt oder beruhigt ist. Der zeigt exakt die Temperatur des Öles an identisch zum Wert per OBD (Die Analog Anzeige ist natürlich nicht so genau ablesbar.)
Hinsichtlich AU teile ich die Meinung meiner Vorposter - es kommt nur im Notfall was anderes als AU in den Tank!

Gruß Mario
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Freitag, 13. Januar 2017, 19:35

So... AGR Ventil ist defekt und wurde getauscht. Alles auf Kulanz, inkl. Leihwagen :thumbup:
Der Wagen hat 65000km Bj.13
Gruß

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Sonntag, 15. Januar 2017, 19:44

Bin mal gespannt was bei mir nächste Woche (23.01.17) beim Fehler auslesen rauskommt.

Wie lange haben die gebraucht mit dem Wechsel des AGR-Ventils ??

Zimtie

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Montag, 16. Januar 2017, 12:59

Die gleiche Fehlermeldung hatte ich auch.

Ploppte auf, als ich im sechsten Gang auf der Autobahn beschleunigte
(kurz hintereinander ca. 4-5 mal, beim letzten Mal kam dann die
Fehlermeldung).



Beim Benziner (335i).