Nürburgring Nordschleife Haftungsausschluß

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    • Nürburgring Nordschleife Haftungsausschluß

      Guten Morgen zusammen,

      es wurde schon hinreichend und ausführlich darüber diskutiert, ob man bei Touristenfahrten auf der Nordschleife einen Versicherungsschutz genießt- oder nicht!
      Bisher hatten die meisten Glück- im Falle des Falles- und der Schaden wurde reguliert...da es sich bei der Nordschleife offiziell um eine Mautpflichtige Privatstraße handelt.
      Das dürfte nun aber der Vergangenheit angehören, wie man jetzt auf www.versicherungsjournal.de nachlesen kann. Dort heißt es:

      Versicherungsjournal schrieb:

      Teurer Ausrutscher auf dem Nürburgring

      10.4.2018 – Eine Klausel in den Bedingungen einer Vollkaskoversicherung, nach welcher der Versicherungsschutz bei Fahrten auf Rennstrecken wie dem Nürburgring ausgeschlossen ist, ist weder überraschend, noch benachteiligt sie den Versicherten unangemessen. Das hat der erste Zivilsenat des Landgerichts Traunstein mit Urteil vom 18. Juli 2017 entschieden (1 O 4450/16).
      Der Kläger ist Mitglied des Deutschen Sportfahrerkreises. Er hatte mit seinem Sportwagen Ende Juli 2016 an einer Veranstaltung des Vereins auf dem Nürburgring teilgenommen.
      Auf einem leichten Bergab-Stück brach auf leicht feuchter Fahrbahn das Heck seines Fahrzeugs aus und prallte gegen die Leitplanke. Dabei entstand ein Fahrzeugschaden von fast 35.000 Euro.

      Hinweis auf Wortlaut der Versicherungs-Bedingungen
      Den machte der Kläger abzüglich der vereinbarten Selbstbeteiligung gegenüber seinem Vollkaskoversicherer geltend. Der Versicherer lehnte es jedoch ab, den Schaden zu regulieren. Dabei berief er sich auf die Versicherungs-Bedingungen, in denen es heißt:
      „Kein Versicherungsschutz besteht in der Fahrzeugversicherung für Schäden, die unter Beteiligung an Fahrtveranstaltungen entstehen, bei denen es auf Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit ankommt. Dies gilt auch für dazugehörige Übungsfahrten.

      Diese Bestimmung gilt entsprechend für: Gleichmäßigkeitsfahrten, die eine Fahrerlizenz voraussetzen; Fahrtveranstaltung auf abgesperrten Strecken, bei denen die gesetzlich vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit überschritten wird; jeweils einschließlich der dazugehörigen Übungsfahrten. Außerdem bei Privatfahrten, Fahrerlehrgängen oder Sicherheitstrainings auf Rennstrecken (zum Beispiel Nürburgring, Hockenheimring, Satzburgring ...).“

      Unangemessene Benachteiligung?
      In dem sich anschließenden Rechtsstreit trug der Kläger vor, dass ihn die Ausschlussklausel unangemessen benachteilige. Es werde nämlich nicht danach differenziert, ob es sich um Rennen oder sonstige Fahrten auf den vom Versicherungsschutz ausgeschlossenen Strecken handele.
      Ziel der Fahrt, an welcher er teilgenommen habe, sie die Verbesserung der Fahrsicherheit für den Straßenverkehr gewesen. Sein Vollkaskoversicherer sei daher zur Leistung verpflichtet.
      Dieser Argumentation wollte sich das Traunsteiner Landgericht nicht anschließen. Es wies die Klage als unbegründet zurück.

      Übliche Bedingungen
      Die Richter stellten zwar nicht in Abrede, dass es bei dem Fahrsicherheitstraining, bei welchem sich der Unfall ereignete, nicht um die Erzielung einer Höchstgeschwindigkeit gegangen sei. Darauf komme es jedoch auch nicht an.
      Denn die von dem Versicherer in den Versicherungs-Bedingungen verwendete Ausschlussklausel sei weder überraschend im Sinne von § 305 c Absatz 1 BGB, noch benachteilige sie den Kläger unangemessen im Sinne von § 307 Absatz 1 Satz 2 BGB.
      Aus der Klausel sei für einen durchschnittlichen Versicherungsnehmer nämlich allein schon wegen der Überschrift „Kein Versicherungsschutz […]“ klar erkennbar, dass die nachfolgend genannten Risiken vom Leistungsumfang des Vertrages ausgeschlossen seien. Derartige Risikoausschlüsse seien häufig auch Bestandteil anderer Versicherungs-Bedingungen.

      Nachvollziehbarer Ausschluss
      Im Übrigen sei die Klausel auch gerade deswegen klar und deutlich verständlich, weil sie sämtliche Fahrten auf den genannten Strecken ausschließe. Der Versicherungsnehmer sei sich daher bei einer Fahrt auf einer derartigen Strecke darüber im Klaren, dass er keinen Versicherungsschutz genießt.
      „Angesichts der erhöhten Gefahr bei Fahrten auf einer Rennstrecke auch außerhalb eines Rennens ist anhand einer Abwägung der Interessen des Versicherers und der gesamten Versicherten-Gemeinschaft mit denen des Versicherten eine entsprechende Ausschlussklausel durchaus nachvollziehbar“, so das Gericht.
      Es benachteilige den Kläger daher nicht unangemessen, wenn er bei der Teilnahme an derartigen Veranstaltungen das Risiko eines Schadens selbst zu tragen habe. Schließlich habe die Möglichkeit bestanden, für eine Fahrt auf solchen Strecken eine gesonderte Versicherung abzuschließen. Davon habe der Kläger jedoch keinen Gebrauch gemacht.

      Es ist daher davon auszugehen, dass sich künftig alle Versicherer an dieses Urteil klammern werden und die Regulierung eines entstandenen Schadens verweigern werden...
      ""
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      Er zieht Dich auf sein Niveau herunter und schlägt Dich dort mit seiner Erfahrung!
    • dieselweasel schrieb:

      Naja, wenn man sieht was da am Carfreitag alles so auf dem Ring war. Denn sie wissen nicht was sie tun ...
      Am Carfreitag sicherlich geballt...
      ...aber sonst auch nicht besser ;)

      Am schlimmsten eigentlich unsere Nachbarn mit den Wohnwagen...oder die von der Insel!
      Die kennen keine Gnade und fahren mit dem Messer zwischen den Zähnen!
      Dazu dann die "Ungeübten" und noch ein Rudel voller "Selbstüberschätzter" und schon ist das Chaos perfekt!
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    • Ja es kann einem schon Angst und bange werden wenn man mal zwei Runden als "Ringtourist" auf der Nordschleife dreht (damals 2 Runden mit meinem E46 Coupe gedreht), meiner Freundin hats die Paniktränen in die Augen getrieben, auf dem "Ringfoto" war sie auch nicht mehr zu sehen da sie zwischenzeitlich im Fußraum versunken war).

      Ich meine es macht schon Spaß die Strecke mal zügig zu umrunden (immer so, das die Karre heil bleibt, also nicht auf der aller letzten Rille), aber die Art und Weise wie einige "Hobbyrennfahrer" in Ihren Ringtools selbst an den unmöglichsten Stellen kreischend an einem vorbeibrettern ist schon ne echt hart fürs Gemüt und macht die Sache selbst dann riskant wenn man sich vornimmt selbst "höllisch" aufzupassen.

      Das es keinen Versicherungsschutz gibt finde ich derweil nicht verwunderlich und auch nicht schlimm ... das Risiko muss eben jeder selbst tragen. Frei nach dem Motto "Wer mit dem Feuer spielt ..."
      Interessant wird es wohl dann, wenn es durch einen selbstverschuldeten Unfall zu Personenschäden bei Dritten kommt ... kommen die Versicherer dann immer noch damit raus ?

      *Herrlisch**Höllisch**Hessisch* -> Mein 435i GranCoupé "Luxury Line"

    • Heißt für mich im Umkehrschluss, dass mehr Leute darauf spekulieren werden ihnen fahrlässiges Handeln nachweisen zu müssen beim Benutzen der BAB, um sich fahrerisch "bissl auszuleben".

      Ob das dann in unserm Sinne ist...

      Mein Vorschlag wäre sowieso eine Versicherung vor Ort bei Touristenfahrten. Und soll sie meinetwegen 300€ Kosten für 2 Runden fahren. Habe keine Lust Seppis und Murats Renn-Fauxpas mit ihren F30 am Ring mitzuzahlen. Der Beamer ist auch so schon teuer genug in der Versicherung.

    • In den AGB‘s meiner Versicherung steht ohnehin drin, dass „Fahrveranstaltungen, bei denen es auf die Erreichung einer Höchstgeschwindigkeit bzw. einer Rundenzeit ankommt, obgleich von der Behörde genehmigt oder nicht, NICHT versichert sind.“ (so oder so ähnlich)

      Da zählt für mich die Nordschleife ganz klar dazu. Von daher ist das Fahren auf einer Rennstrecke für mich irrelevant, mal abgesehen davon, dass ich eh bloß einen 320d habe. :P


      Mein 320d mit M-Paket und ///M-Performance Teilen
      ..und seit 09/2018 nun auch auf dem Motorrad unterwegs 8)
    • Der entscheidende Passus mMn ist ja nicht, daß es eine Rennveranstaltung war, sondern daß es sich um ein Fahrischerheitstraining handelte.

      Wenn du beim ADAC ein Fahrsicherheitstraining in Augsburg auf der ADAC-eigenen Strecke machst, bist du versichert. Machst du das gleiche Training auf dem Nürburgring, bist du nicht versichert und das finde ich Abzocke.

    • Hellspawn schrieb:

      dieselweasel schrieb:

      Bestes Beispiel ist diese CALATE-Tussi. Mann ist die Welt verkommen.
      Hä ? Wer oder was ist eine "CALATE-Tussi" ?!?
      er kennt sie noch nicht :D : youtube.com/channel/UCF6zuY4sOb88ewkIbzWgPrQ

      Sie ist da - wer will zuerst verhackstückt werden? :D

    • dieselweasel schrieb:

      Hellspawn schrieb:

      dieselweasel schrieb:

      Bestes Beispiel ist diese CALATE-Tussi. Mann ist die Welt verkommen.
      Hä ? Wer oder was ist eine "CALATE-Tussi" ?!?
      er kennt sie noch nicht :D : youtube.com/channel/UCF6zuY4sOb88ewkIbzWgPrQ
      Ich bin schockiert... =O

      Wer oder was ist die Tussy?!?!?!
      Diskutiere niemals mit einem Idioten!
      Er zieht Dich auf sein Niveau herunter und schlägt Dich dort mit seiner Erfahrung!
    • M-Power schrieb:

      dieselweasel schrieb:

      Hellspawn schrieb:

      dieselweasel schrieb:

      Bestes Beispiel ist diese CALATE-Tussi. Mann ist die Welt verkommen.
      Hä ? Wer oder was ist eine "CALATE-Tussi" ?!?
      er kennt sie noch nicht :D : youtube.com/channel/UCF6zuY4sOb88ewkIbzWgPrQ
      Ich bin schockiert... =O
      Wer oder was ist die Tussy?!?!?!
      "Influencer" :lol:

      Liebe Grüße :hi25:

    • elborrat schrieb:

      M-Power schrieb:

      dieselweasel schrieb:

      Hellspawn schrieb:

      dieselweasel schrieb:

      Bestes Beispiel ist diese CALATE-Tussi. Mann ist die Welt verkommen.
      Hä ? Wer oder was ist eine "CALATE-Tussi" ?!?
      er kennt sie noch nicht :D : youtube.com/channel/UCF6zuY4sOb88ewkIbzWgPrQ
      Ich bin schockiert... =O Wer oder was ist die Tussy?!?!?!
      "Influencer" :lol:
      wer auch immer sich von sowas influencen lässt..

      obwohl.. Jauche Paule influenced sicher auch einige :D
    • So wie man in einem hochwasser-gefährdeten Gebiet keine Versicherung gegen Hochwasser bekommt, will die Vollkasko auf einer Rennstrecke nicht bezahlen. Es liegt in der Natur einer Versicherung, Sachen auszuschließen, die auch wirklich eintreffen können. Sie wollen ja nur eins, nämlich Geld verdienen.

      TheBMW schrieb:

      Der entscheidende Passus mMn ist ja nicht, daß es eine Rennveranstaltung war, sondern daß es sich um ein Fahrischerheitstraining handelte.

      Wenn du beim ADAC ein Fahrsicherheitstraining in Augsburg auf der ADAC-eigenen Strecke machst, bist du versichert. Machst du das gleiche Training auf dem Nürburgring, bist du nicht versichert und das finde ich Abzocke.
      Und das liegt genau daran. Die Wahrscheinlichkeit, dass du dein Auto bei einem ADAC Training kaputt machst, ist kleiner als im normalen Straßenverkehr. Das kann die Versicherung also großzügig mitversichern.
      Jede Versicherung ist mehr oder weniger Abzocke. Sie versichern Dinge, die mit hoher Wahrscheinlich nicht eintreten.

      Eines der wenigen guten Beispiele ist vielleicht noch die (KfZ)-Haftpflicht als Pflichtversicherung von Schäden gegenüber anderen.

      Grüße,
      Dominic
      ________ex F31 328i M Sport

    • Sooooooo.....also mal Butter bei die Fische ;)

      1. Artikel
      In dem Artikel steht klipp, klar und deutlich:

      Vesicherungsjournal schrieb:

      Der Kläger ist Mitglied des Deutschen Sportfahrerkreises. Er hatte mit seinem Sportwagen Ende Juli 2016 an einer Veranstaltung des Vereins auf dem Nürburgring teilgenommen.
      Das bedeutet nichts anderes, als das der Unfall nicht im Rahmen der Touristenfahrten statt fand, sondern bei einer Veranstaltung...
      ...die vermutlich zur Erzielung der Höchstgeschwindigkeit ausgeschrieben war ;)

      2. Touristenfahrten
      Bei den Touristenfahrten hat man keine durchgängige Rundstrecke, weil die Schranken dies verhindern.
      Insofern ist die Nordschleife im Rahmen der Touristenfahrten auch keine Rennstrecke, sondern eine "gebührenpflichtige Privatstraße", auf der auch die StVO gilt!!!!!!!
      Die Touristenfahrten sind auch keine Veranstaltung "zur Erzielung der Höchstgeschwindigkeit", sondern sollen nur Besuchern die Möglichkeit geben, die Faszination einer "wunderschönen Straße" live und hautnah zu erleben...wie z.B. auch die Großglockner Hochalpenstraße!

      3. Haftung
      Ein Blick in den Versicherungsvertrag hilft...
      Manche Versicherungen schließen Rennstrecken kategorisch aus- und auch die Touristenfahrten auf dem Nürburgring Nordschleife. Hier besteht dann auch kein Versicherungsschutz!!!!!!
      Häufig steht aber nur drin, dass "Fahrten auf Rennstrecken und/oder zur Erzielung der Höchstgeschwindigkeit" den Versicherungsschutz ausschließen- und das betrifft nicht die Nordschleife im Rahmen der Touristenfahrten- ergo: man hat Versicherungsschutz!

      4. Anfragen
      Wer sicher gehen will, der fragt einfach mal direkt und unverblümt bei seinem Versicherungsvertreter an- und bitte um eine Klarstellung in schriftlicher Form!
      Genau das habe ich auch getan und bekam folgende Antwort:

      M-Power schrieb:

      Sehr geehrter Herr xxx,
      vielen Dank für Ihre Anfrage.
      Selbstverständlich besitzen Sie denn vollen und umfassenden Versicherungsschutz, wenn Sie im Rahmen der Touristenfahrten auf dem Nürburgring Nordschleife fahren.
      Dies gilt aber nur für die Touristenfahrten, nicht aber für Fahrveranstaltungen, die zur Erzielung der Höchstgeschwindigkeit und/oder Erzielung möglichst schneller Rundenzeiten ausgelegt sind!
      Wir hoffen, Ihnen damit weitergeholfen zu haben.
      Diskutiere niemals mit einem Idioten!
      Er zieht Dich auf sein Niveau herunter und schlägt Dich dort mit seiner Erfahrung!
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