Die deutsche Automobilindustrie sollte die Chancen nutzen, die im Dieselskandal liegen und endlich (leider!) eine Umsteuerung zum Elektroantrieb einleiten! Und die Politik sollte in diesem Schritt vorangehen und z.B. endlich die nötige Infrastruktur für die Elektromobilität schaffen ... mit eigenen Maßnahmen und mit mal wirklich vernünftiger Förderung. Wenn ein Großteil der Parkplätze in den Städten, ob öffentlich oder privat, mit einer geeigneten Steckdose zum Aufladen ausgestattet wären, würde der Absatz an Elektroautos explodieren. Was nützt eine bloße finanzielle Förderung, wenn dann keine vernünftige Infrastruktur vorhanden ist!?
Die Elektromobilität ist (leider!) kein Wunschdenken sondern zukünftige Realität, man muss nur mal über den Tellerrand hinausblicken, selbst in Europa werden die Weichen längst gestellt, von Asien und China ganz zu schweigen!
Politischer Protektionismus wird der deutschen Automobilindustrie nicht helfen, wenn weltweit in absehbarer Zukunft keine Verbrennungsmotoren mehr zulassungsfähig sind. Wenn hier weiter hauptsächlich auf den Verbrennungsmotor gesetzt wird, mit weiteren Milliarden an Entwicklungsgeldern, dann wird der Zug irgendwann abgefahren sein und die Autos kommen wie alle anderen Elektrogeräte auch aus China!
Letztlich muss man klar sehen, dass die Elektromobilität eben kein technisches Problem ist, sondern hauptsächlich ein Infrastrukturproblem ... mit genügend außerhäuslichen Auflademöglichkeiten ist das Elektroauto schon jetzt im städtischen Bereich problemlos einsetzbar. Für Langstrecken wird man wohl noch auf sogenannte Rangeextender setzten müssen, bis die Probleme mit der Reichweite gelöst sind!