Schlechteres Ansprechverhalten ist bei einem größeren Ladeluftkühler zu erwarten.
Aber ich bitte zu bedenken, dass 10° höhere Ansaugluftemperatur = 3% weniger Leistung bedeuten (und umgekehrt). Je niedriger die Lufttemperatur, umso größer die Luftdichte und umso höher ist der Sauerstoffgehalt. Bei einem Benziner, der durch die Elektronik im Bereich von Lambda gleich 1 betrieben wird, ist somit bei einer niedrigeren Ansauglufttemperatur die Leistung höher. Ich weiss zwar nicht, welche Regelgrößen bei einem Diesel berücksichtigt werden, aber ich gehe mal stark davon aus, dass es da ähnlich sein sollte.
Ich überlege eventuell doch mit einem Zusatzsteuergerät zu arbeiten in Verbindung mit einem größeren Ladeluftkühler, um Mehrleistung zu erreichen, trotz der mir bekannten Nachteile wie Erlöschen der Garantie usw. Nachteile des M Performance Power Kits sind für mich aber der relativ hohe Preis, die relativ kleine Leistungssteigerung und der Umstand, dass man von BMW abhängig ist. Eventuell ist bei dem Preis sogar das alte Serien-Steuergerät abzugeben.
Hallo,
im Gegensatz zum Benziner fährt der Diesel mit Luftüberschuss. Leistungssteigerungen laufen hier etwas anders ab...zuerst wird an der Einspritzmenge bzw. Einspritzdauer optimiert, gleichzeitig oder im nächsten Schritt wird der Raildruck erhöht, als nächster Schritt wird der Ladedruck minimal erhöht und erst im letzten Schritt kann man über einen LLK nachdenken. Bevor der Sinn macht hat man aber mit deutlich weniger Aufwand schon deutlich mehr PS rausgeholt.
Und immer an die Abgastemperatur denken! Gewisse BMW-Diesel laufen da Serie schon am Limit.
Grüße
Sven