Beiträge von Long-Tall-Ernie

    Nemec:


    Ob ein Vorsorglicher Tausch sinnvoll ist oder nicht kann man schlecht sagen.

    So lange der Wagen noch keine Meldungen von sich gibt oder sich Anzeichen einer schwachen Batterie

    bemerkbar machen - und Du auch keine weitere Reise antreten möchtest, kannst Du eigentlich auch

    warten ob/bis was passiert.

    Notfalls musst Du dem Karren Starthilfe geben und kannst dann immer noch zur Werkstatt fahren.

    Mit Ausnahme von einem plötzlichen Zellenschluss kündigt sich die Entladung der Batterie eigentlich immer vorher an.


    Bernie:


    Wenn Du einen guten Schrauber hast ist das alles kein Problem und du sparst viel Geld.

    Nach dem Tausch sollte er dann aber noch alle Fehlerspeicher löschen und den Einklemmschutz der

    Fenster / Dach ect. anlernen. Durch das Abklemmen der alten Batterie sind diese Lernwerte weg und

    auch in den Steuergeräten kommt es zu einigen Bus- und Unterspannungsfehlern, die sollte man ruhig weglöschen.

    Ich mache es meist immer so daß ich mit einer externen Batterie zusätzlich ans Bordnetz gehe, so daß beim Ausbau

    der alten Batterie immer noch Spannung auf den Steuergeräten bleibt.

    Ist etwas schonender für die Elektronik und zudem bleiben alle Einstellungen vom Auto erhalten.

    Das ist aber vom Handling nicht ganz ungefährlich und bedarf einer gewissen Sorgfalt um z.B. keine Kurzschlüsse beim

    Basteln zu erzeugen.

    Sofern das Auto eine Start/Stop Automatik verbaut hat (weiß nicht wann das Pflicht wurde) müsste eigentlich immer

    eine AGM verbaut sein.

    Du kannst auch eine aus dem Zubehör nehmen.

    Selbst Markenbatterien können plötzlich hopps gehen und eine billige "Arktis" von A.T.U.

    hält 7 Jahre. Kann man nie wissen. Nur weil es z.B. eine VARTA ist muss es nicht bedeuten

    daß diese lange hält (meine Erfahrung).

    Bei falscher Behandlung bekommst Du jede Batterie schnell kaputt.


    Der Händler nimmt dir viel zu viel Geld ab. Wenn Du aus dem Zubehör kaufst und beispielsweise

    eine von Exide, Moll, Banner ect. holst dann bezahlst du nur die Hälfte von dem was BMW

    für ihre verlangt. Dann knöpft dir BMW noch Geld für den Einbau und das Batterieregistrieren ab.


    Sofern Du dir zutraust die Batterie selbst einzubauen und anzulernen (oder einen Freund hast der das machen kann)

    bist Du vielleicht nur bei 150-200 Euro mit den Kosten.


    Wichtig ist, daß Du eine gleichartige Batterie kaufst. Wenn AGM dann AGM, wenn Blei-Säure dann Blei-Säure, und möglichst auch

    mit gleicher Kapazität.

    Dann reicht es nur den Tausch zu registrieren. Andernfalls muss das Auto sonst noch zusätzlich auf den neuen

    Batterietyp codiert werden.


    Schau doch mal bei "Autobatterienbilliger.de" rein. Da bekommst Du alles mögliche.

    Bei örtlichen Shops dürften die Teile nochmal deutlich teurer sein, denn jetzt zum Winter gehen bekanntermaßen

    viele kaputt, was sich die Firmen gut bezahlen lassen.

    Ich hatte mich mal damit beschäftigt und es so verstanden:


    Die Batterie wird vom Auto nur auf 80% geladen, weil noch etwas "Platz" übrig sein muß damit

    während einer Bremsenergierückgewinnung noch Ladung aufgenommen werden kann.


    Bedeutet also eine 100 Ah Batterie würde erst mal nur auf 80 Ah geladen. Das sind 20% weniger Kapazität

    die für die Rückgewinnung reserviert werden.


    Und hier ergibt sich insbesondere durch die StartStop Automatik (meiner Meinung nach) ein Problem:


    20% Batteriekapazität werden bereits vom Auto sozusagen "vorenthalten".

    Wenn jetzt noch ungünstige Faktoren (z.B. Kurzstrecke, Kälte, Nutzung vieler Verbraucher, StartStop) ect. ect.

    hinzukommen, dann wird die Batterie sogar auf ein noch niedrigeres Niveau gehalten, weil ein großer Teil

    Ladestrom - aus der Lichtmaschine stammend - bereits wieder verbraten wird.


    Schnell liegt der dauerhafte Batterie-Ladezustand dann vielleicht nochmal um 20-30% niedriger.

    Insgesamt gurkt die Batterie dann stets irgendwo bei 50-60% Kapazität herum. Nicht der Optimalbereich

    für eine lange Lebensdauer.

    Eine scharfe Autobahnfahrt, ohne Betrieb starker Verbraucher, bringt sie vielleicht wieder kurzzeitig auf 70%,


    Wie auch immer - wenn eine Batterie auf einen Ladezustand unterhalb von 50% abrutscht fängt sie an zu sulfatieren

    und allmählich Schaden zu nehmen. 50% Ladezustand entsprechen ziemlich genau 12 V Spannung im Ruhezustand.

    Ein gutes Ladegerät baut die Sulfatierung wieder ab, es hat dafür extra Programme, nicht aber die Lichtmaschine.

    Sackt der Ladezustand noch weiter ab, nimmt die Batterie bereits irreparablen Schaden (Kapazitätseinbußen)


    Wenn man sich also die Werte einmal vor Augen führt erkennt man, daß sich der Betriebsbereich in einem recht

    schmalen Fenster abspielt. WInterbetrieb mit StartStop, Kurzstrecke und Sitzheizung dürfte die Batterie stets

    in einem ungesunden Kapazitätsbereich halten. Nicht so daß sie direkt kaputt geht, aber auch nicht optimal

    um ein langes Leben zu erreichen. Die Lage verschärft sich zudem, wenn die Batterie altert und ohnehin

    noch weniger Kapazität hat.

    Deshalb ist es auch wichtig, das Ding ab und zu mit einem vernünftigen Ladegerät komplett aufzuladen.


    Das wird jedenfalls einer der Gründe sein, warum Batterien eine der Hauptursachen für Pannen sind.

    Moderne Autos haben schließlich sehr viele Verbraucher und die Batterie wird da ziemlich gefordert.


    Im Idrive läßt sich meines Wissens die Spannung nicht anzeigen, aber das geht im Geheimmenü im Kombiinstrument.

    Wird während der Fahrt eine Bordspannung von 14,4 V (Blei-Säure Batterie) oder 14,7 V (AGM Batterie) angezeigt,

    dann läd die Lichtmaschine gerade. Folgedessen hat die Batterie also Ladung nötig.

    Wenn jetzt ständig diese höhere Ladespannung zu sehen ist (z.B. während einer langen Autobahnfahrt), wäre dies ein

    Indiz daß die Batterie nicht richtig voll wird - also ihre Ladung nicht hält, nicht mehr so "Fit" ist und die Lichtmaschine

    ständig Schwerstarbeit verrichtet.

    Irgendwann muß der Regler der Lichtmaschine schließlich sagen "Hey, du bist voll - ich senke die Ladespannung jetzt wieder ab".

    Dann sollte die Bordspannung nämlich zwischen 13,8 - 14 V liegen.



    P.S. mit dem entsprechenden Diagnosetool läßt sich der Gesamt-Ladeverlauf in Betriebsstunden anzeigen.

    Dort kann man sehen wie viele Stunden sich die Batterie in ihrem Leben im niedrigen oder Idealen Ladezustand befunden hat.

    Das wird so lange protokolliert bis eine neue Fahrzeugbatterie registriert wird.

    Ebenfalls lässt sich der Zustand der letzten 5 Tage auslesen.

    Ehrlich gesagt würde ich bei meinem Touring ganz gerne diesen

    Fuß-Sensor zum Öffnen der Heckklappe deaktivieren.


    Ich nutze das nicht und finde es auch nicht ungefährlich.

    Wenn z.B. das Auto mal in der Garage aufgebockt wird und der Schlüssel nicht

    weit genug beiseite gelegt ist, kann man ruckzuck bei Arbeiten im hinteren Bereich

    die Heckklappenentriegelung auslösen.

    Folgedessen knallt dann die Heckklappe gegen die Garagendecke.

    Man muß also stets daran denken den Schlüssel wegzuschaffen.

    Zum Glück ist mir sowas noch nicht passiert .....


    Jedenfalls kann man das Ding sehr schnell unbeabsichtigt auslösen wenn man

    mit seinen Füßen nicht aufpasst. Beispielsweise beim Tauschen des hinteren Scheibenwischers,

    wenn man ein Stück zu nah am Auto steht.


    Ideal wäre die Deaktivierung per Codierung, hab aber bisher noch nichts vielversprechnendes gefunden.

    Schön daß alles gutgegangen ist. :thumbsup::thumbsup:

    Ich denke daß der Filter auch immer dann ordentlich rausgeht wenn er mit Drehmoment und

    vor allem mit Öl benetzten O-Ringen eingebaut wird.


    Wichtig ist ein vernünftiger Ölfilteraufsatz und evtl. Kippverlängerungen - oder eine Knarre

    mit der man einwandfrei an die ganze Geschichte heran kommt.


    Wahrscheinlich reissen die Filter gerne dann ab, wenn ohne Drehmoment von Hand festgezogen wird

    da man tendenziell immer gerne einen Tick zu fest als zu locker anknallt.


    Viel Platz am Filtergehäuse hat man leider nicht. Wenn man jetzt noch mit ungeeignetem Werkzeug

    schief ansetzt hat man gar nicht so richtig ein Gefühl dafür. Und dann wird zu fest angezogen weil

    man sich nicht sicher ist ob es jetzt ausreichend war.


    Es gibt sicherlich viele Wege um an den Filter ordentlich ranzukommen, ich bin durch probieren

    jetzt bei einer Kombination aus Kippverlängerungen und einem Filterschlüssel von "Laser" gelandet, der

    robuster als diese Blechkappenschlüssel ist und perfekt passt.


    So sah das neulich dann aus (Ich mach ja zu jedem Scheiß Fotos - wie die Japaner :) )

    Aber manchmal ist es auch für die Leute nützlich, die sich das erste mal an sowas rantrauen

    und sich dann ein Bild von der Sache machen können. Nicht jeder schraubt und hat eine

    Vorstellung von gewissen Arbeiten.

    In diesem Fall hier eigentlich doch gar nicht so schlimm - wie sonst gerne mal erzählt wird ....

    Die Keramikpaste ist auch super. z.B. in den Führungen von Bremsbelägen am Bremssattel.

    Aber auf die Auflageflächen der Radnabe würde ich sie nicht unbedingt schmieren.

    Das Zeug bleibt klebrig und zieht dadurch den Schmutz an. Kann bereits passieren wenn

    Du das Rad abnimmst und kleine Krümel mit Schmutz runterbröseln.

    Und weil es auch etwas dicker ist verfälscht es das Anziehdrehmoment und mindert die Haftreibung

    zwischen Nabe und Felge.

    Also wenn dann wirklich nur extreeeemmm dünn auftragen.