Beiträge von Long-Tall-Ernie

    Also ich hätte da auch Schiss daß die Daten unterwegs unterbrochen werden

    und eine Programmierung fehlschlägt.

    Es braucht ja nur mal eine Trennung seitens des Providers stattfinden oder

    an dem besagten Tag ist die DSL Verbindung mal schlecht drauf und trennt

    wegen vieler CRC Fehler - dann ist das Steuergerät u.U. kaputt.


    Über Teamviewer zu arbeiten ist dagegen was anderes.

    So wie MASTER_P schon beschrieb arbeitet das Laptop weiter wenn eine Programmierung

    angestossen wurde und die Verbindung zum Internet zufällig abbricht.

    Über den Teamviewer steuert die Gegenseite ja nur Vorgänge an, durchgeführt werden sie

    aber unabhängig vom Internet vor Ort.


    Ich weiß auch nicht wie sich das so mit Latenzen verhält, wenn so eine Geschichte direkt

    über das Internet und einem Router durchgeführt wird - ich denke dabei an Timingprobleme

    während der Kommunikation mit den Steuergeräten.


    Der Nutzen und das Risiko sind meiner Meinung nach nicht vereinbar.


    Den Netzwerkverkehr kann man übrigens direkt mit der Fritzbox mitschneiden indem man

    die Adresse: fritz.box/html/capture.html aufruft und sich einloggt.

    Den entsprechend zu protokollierenden Netzwerkadapter auswählen und den Traffic mitschneiden.

    Es wird dabei eine mit Wireshark kompatible Datei erzeugt.



    Sieher auch hier: https://www.pcwelt.de/article/…sie-wlan-schnueffler.html

    Naja wenn man sich das so im Schaltplan anschaut gibt der Start/Stop Knopf nur über ganz dünne Leitungen ein

    Startsignal ans FEM Steuergerät. Dort sollte der hohe Anlasserstrom schon mal keinen Schaden verursacht haben.


    Das FEM Steuergerät schaltet aber über eine etwas dickere 2,5mm Leitung über Klemme 50L den Anlasser ein.

    Bei so nem dickeren 2,5mm Kabel geht also etwas mehr Suppe drüber.

    Vielleicht mal das FEM im Beifahrerfußraum freilegen und schauen ob sich irgendwas verabschiedet hat (Bild 2) ?.

    Interessant ist der Anschluss A173-2B und auch alle dort verbauten Sicherungen.


    Der volle Anlasserstrom fließt anscheinend direkt über die Masseverbindung am Einbauort / Haltepunkt

    (Der Anlasser ist ja am Getriebe verschraubt).

    Plus-Versorgung kommt über ein dickes schwarzes Kabel das direkt am Anlasser angeschlossen ist.


    Je nach Baujahr gilt dann das im Plan links eingezeichnete Schema bei dir (320d bis Bj. 06/14).

    Hier kommt die Plusversorgung über den Übergabestützpunkt, dem Fremdstartstützpunkt, über die Sicherheitsbatterieklemme und

    am Schluss dann vom Batterie-Pluspol.


    Wenn unten am Anlasser bereits +12V messbar sind, dürfte dieser gesamte +12 V Strompfad schon einmal OK sein.

    Falls nichts ankommt, muss der Weg vom Anlasser bis hoch zur Batterie geprüft werden.


    Die Masseverbindung am Anlasser sollte eigentlich OK sein, ich denke du hast den Starter schon richtig fest und sauber verbaut.



    Daher kann es doch eigentlich nur noch diese Möglichkeiten geben:


    - Der Starter bekommt trotz fester, mechanischer Verbindung mit dem Auto keine richtige Masse, weil wegen dem hohen Stromfluss

    ein Masseband weggeschmort ist. Hier würde also der Trick mit dem Starthilfekabel greifen um das auszuschliessen.


    - Das FEM Steuergerät (Front Electronic Module) gibt keinen Strom über Klemme 50L raus.

    Hier müsste man das schwarz/gelbe 2,5mm Kabel prüfen. Es geht vom Anlasser an einen Verbinder mit der Bezeichnung

    X13*4B (ist vorne fahrerseitig im Motorraum). Ab dem Verbinder wechselt die Leitungsfarbe von schwarz/gelb auf vollständig schwarz

    und das Kabel geht aufs FEM Steuergerät im Beifahrerfußraum (Bild 2, Anschluss A173*2B)

    Der ganze Weg muss geprüft werden ..... ob da z.B. was angeschmort ist.

    Weiter zurück, Richtung Start/Stop Knopf, macht meiner Meinung nach keinen Sinn etwas zu überprüfen.

    Hier kann der defekte Anlasser eigentlich nichts mehr kaputt gemacht haben da kein hoher Stromfluss an dieser Stelle.


    - Zuletzt bliebe dann nur noch ein softwaremäßiges Problem, nämlich das irgendeine Kurzschlusssperre oder ein Anlassertausch

    freigeschaltet werden muß, bevor das FEM irgendwas macht.


    Ansonsten ist ja nichts mehr übrig, ausser daß auch der neue Starter ne Macke hat oder ein Steuergerät abgeraucht ist.

    (FEM oder integriertes Versorgungsmodul)

    Mal logisch nachgedacht .....

    Es gab am Anlasser eine stark erhöhte Stromaufnahme, die ja nur über die dicken Zuleitungen zustande kommen kann.

    Also das fette Pluskabel und die Masseverbindung.

    Alles andere ist doch nur die Ansteuerung. Der Starterstrom kommt doch nicht über ein Relais ? Wie fett soll das denn sein ?

    Jetzt bleibt doch eigentlich nur eine abgerauchte Masseleitung oder es gibt ein Problem in der Plusleitung.

    In der Regel sind die Plusleitungen am Starter nicht extra abgesichert, bei BMW gibt es aber schon so fette Hauptsicherungen

    weil die Batterie ja hinten sitzt. Das Ganze müsste man doch nachmessen können.


    Wenn Leitungen und Sicherungen OK sind, kann es doch nur noch an einer Freischaltung mittels Software liegen ?

    In den Testmodulen gibt es neben dem Starter-Anlernen auch Menüpunkte für den Abgleich Klemme 15 und

    Klemme 50L (über diese wird der Anlasser letztenendes geschaltet)


    Im Ansteuerstromkreis dürfte doch eigentlich nichts kaputt gegangen sein ?

    Der hohe Stromfluss ging doch nur über die fetten Leitungen ?


    Keine Ahnung, vielleicht habe ich da auch nen Denkfehler. Bisher hatte ich sowas bei den modernen Autos noch nicht :)

    Ja, wäre zumindest der nächste und einfachere logische Schritt mit dem Starthilfekabel an Masse.


    Ich habe auch mal geschaut wie das so mit der Klemme 15 läuft.

    Also die ganzen Relais befinden sich dazu in dem integrierten Versorgungsmodul, was alles

    mögliche mit Strom versorgt. Da gibt es also kein einzelnes Relais, das ist eine komplette Baugruppe.

    Siehe Bild 1 - Das Bauteil Z11.

    Ob das alles auch so bei seinem Fahrzeug ist weiß ich nicht, ist aber anzunehmen.

    Die Daten hier sind jetzt von meinem Fahrzeug.


    Die Klemme 15 geht dann schnurstracks ans FEM Modul und wird dort mehrfach intern gebrückt

    und aufgeteilt (siehe Bild 2 - Bauteil A173)


    Das FEM gibt die Klemme 15 dann weiter an die hintere Sicherungsbox im Kofferraum (bei meinem Touring)

    Bauteil Z2 - Sicherungsträger hinten.



    Um das integrierte Versorungsmodul als Defekt auszuschließen könnte man am FEM nachmessen

    ob dort an allen Klemmen Strom anliegt.


    Na ich drücke aber die Daumen daß es mit dem Starthilfekabel klappt und nicht so kompliziert wird.

    Ich hab jetzt mal bei meinem F31 in den Plan geschaut, ich denke im Prinzip sollten die Karren alle gleich funktionieren.

    Der Starter wird bei mir direkt über ein Signal aus dem FEM freigegeben, da geht ne Leitung direkt an den Starter.


    Die Haupt-Plusversorgung geht einmal an den Generator (logisch) und läuft auch über den Fremdstart-Stützpunkt.

    Der Fremdstart-Stützpunkt hat eine eigene Sicherung verbaut (siehe Bild). Ich denke das ist erst mal gar nicht sofort

    ersichtlich und evtl. ein fieser Fehler falls dort was durchgebrannt ist.


    Noch weiter zurückverfolgt kommt Haupt-Plus dann von der Sicherheitsbatterieklemme und dem intelligenten

    Batteriesensor. Ich könnte mir vorstellen daß die evtl. auch wegen der erhöhten Stromaufnahme da Theater machen

    könnten ?

    Noch weiter zurückverfolgt geht es dann zu einer fetten Sicherung in der Sicherungsbox , welche die Bezeichnung Z3 hat


    Meine Karre ist allerdings Baujahr 2018 und gut möglich daß sich Details geändert haben.


    Falls ich bei dir mal schauen soll müsste ich aber die vollen 17 Stellen der Fahrgestellnummer haben.


    Könnte auch mal den Verlauf von Klemme 15 raussuchen. Ist immer etwas Wuselei hier :)

    Hast du denn die Möglichkeit auf Schaltpläne zuzugreifen bzw. BMW Anleitungen zur Verfügung ?

    Ansonsten gerne PN, vielleicht kann ich ja irgendwie helfen ?


    Ich weiß wohl daß neue Anlasser registriert werden müssen.

    Auf manche Steuergeräte kann man ja auch bei ausgeschalteter Zündung zugreifen

    und je nachdem wo das registriert wird könnte es ja dann trotz ausgeschalteter Zündung klappen. ?

    Ja, die Fehlercode Nummern scheinen soweit OK zu sein, da kann man dann nachforschen.

    Aber die Erklärungen und Fehlerbeschreibungen innerhalb der App scheinen ziemlich

    verallgemeinerte Eigeninterpretationen des App-Herstellers zu sein.

    Ich meine das viele Drumherum-Gerede. Wenn man nicht nach den herausgegebenen

    Fehlercodes selber recherchiert, sind die Aussagen doch irgendwie schwammig und geben

    nur so das nötigste preis. Am Ende weiß man so im groben was sein kann, hat aber ein

    noch grösseres Fragezeichen über dem Kopf.

    Lediglich die Fehlercodenummern sind nützlich, alles weitere drumherum irgendwie nicht.

    Zumal dort einiges nur einen Anzahl-Zähler hat und sonst nicht weiter beschrieben wird.


    Richtige Diagnosegeräte geben die Sachen detailierter aus, ganz zu schweigen von der

    verbotenen BMW Software.


    Von der Qualiät her bekommt man mindestens genau so gute Aussagen (wenn nicht sogar besser)

    über die App "Bimmerlink", aber zu einem deutlich günstigeren Preis - und vor allem muß man

    nicht jede weitere Funktion freischalten lassen oder Jahreabo zahlen usw.

    Bimmerlink haut nur gerne mal viele Infospeicher-Einträge raus, das lässt es dann schon mal

    etwas dramatisch aussehen, ist aber nur sozusagen "Hintergrundrauschen".


    In der Carly App wird einiges über "potentielle Folgen" beschrieben. Und dann stehen da z.b.

    4 potentielle Folgen. Toll. Aber auch wenn diese Folgen mal näher beschrieben werden

    sagen sie nur aus, was sowieso offensichtlich ist.


    Im Grunde läuft diese App ja, aber manchmal liegt sie auch daneben oder ist nicht richtig brauchbar.

    Codieren würde ich damit in keinem Fall.

    Das Geschäftsmodell finde ich auch nicht so prickelnd, aber das ist natürlich subjektiv und soll

    nicht Bestandteil einer generellen Bewertung sein.

    Kurzum, es geht günstiger und besser als das was sie bieten.

    Für Autos mit dieser Leistung ist das ein echt guter Verbrauch.

    Man stelle sich nur mal vor man würde die Autos wie in den 80er Jahren bauen,

    ohne den ganzen Schnickschnack und Zusatzgewicht.

    Dazu ein sauberer Verkehrsfluss ohne Baustellen und "grüne" Berücksichtigungen ....

    wir würden mit 4 Liter Verbrauch fahren und die Karren würden so richtig abgehen :)



    Ich bin noch am überlegen ob ich nun die neue MHD Map 3.6 einspielen soll.

    Wenn man mehr wüsste was da geändert wurde. Möchte nicht daß der Karren

    am Ende mehr Sprit schluckt.

    Ist das mit dem Map-Switch über den Blinkerhebel mit der neuen App behoben worden ?

    Also die Tatsache daß man beim Resetten des Bordcomputers zeitgleich in das Map-Menü gelangt ?

    Von der Charakteristik besser geworden ? Gasannahme, Schubverhalten ect. ?


    Bis jetzt lasse ich noch alles in Ruhe, solange sich da nichts weltbewegendes verändert hat.