Beiträge von Long-Tall-Ernie

    So, nun mal zu den Fehlercodes:


    Der erste 801A56 hat nichts mit deinem Problem zu tun.

    Der besagt, daß der Temperatursensor im Funktionszentrum Dach defekt ist.

    Den Sensor gibt es glaube ich nicht einzeln, da muss das ganze Teil ausgetauscht werden.

    Weiterhin hat wohl mal der Panikmodus deiner Diebstahlwarnanlage ausgelöst - warum auch immer ?



    Code 135706 ist ein reiner Informationseintrag und kein direkter Fehler.

    Hier wird nur darauf hingewiesen daß die Valvetronic sich im unteren Anschlag neu angelernt hat.


    Code 135704 ist derjenige der dich interessiert.

    Hier wird eine Regelabweichung deiner Valvetronic festgestellt. Der Grund dafür kann ein defekter

    Stellmotor oder eine eingelaufene Excenterwelle der Valvetronic sein.

    Wegen der festgestellten Regelabweichung hat das System sich versucht neu anzulernen und daher

    den obenstehenden Code 135706 als Information im Speicher abgelegt.

    Die Codes 135704 und 135706 stehen also in unmittelbarem Zusammenhang, wobei 135704 der

    eigentliche Auslöser war.


    Der letzte Code 133E10 besagt daß die Valvetronic aufgrund zu häufiger Anlernversuche nun

    das Handtuch geschmissen hat, und die Valvetronic endgültig deaktivert hat.

    Ab hier kommt dann auch die Motorleuchte, weil jetzt über Drosselklappenmodus im Notlauf

    geregelt wird.



    Du kannst jetzt prüfen ob die Stromversorgung am Stellmotor in Ordnung ist, wie auch die Kabel-

    und Steckverbindungen.

    Dann mal über einen Diagnosetester die Valvetronic testen und den Stellweg durchfahren.

    Kommen wieder Fehler, ist es am einfachsten den Stellmotor auszutauschen und zu hoffen

    daß es nur daran liegt.

    Falls nicht, ist u.U. die Excenterwelle eingelaufen oder der Sensor defekt, der die Verstellung

    ermittelt.

    Boah wenn ich den Müll da lese den diese Carly App raushaut.

    Schon das erste Bild mit den Livedaten - da kannst ja gar nichts mit anfangen.

    Batteriespannung anscheinend gar nicht vorhanden, Motortemperatur irgend ein

    nichtssagender Prozentwert .... und die ganzen Fehlerbeschreibungen nur irgendwelche

    Folgen angedeutet (mit einer Anzahl von Nummern) wo man nichts weiter draus ersehen

    kann, außer man zahlt wahrscheinlich wieder für ein Extramodul wo dann alles etwas

    mehr aufgeschlüsselt wird.

    Bei den möglichen Fehlerfolgen werden allgemeine Dinge eigeninterpretiert ausgegeben,

    was ein Quatsch. Dass bei einer Motorfehlerleuchte mit schlechteren Emissionen oder

    Durchzug zu rechnen ist, weiß man auch so.

    Da wird nur werbewirksam rumgesabbelt damit die App scheinbar soooooo gut ist.


    Sollten wenigstens die Fehlercodenummern passen, könnte man durch googeln noch

    etwas damit anfangen, der Rest ist nur Andeuterei und nichtssagender Quatsch.

    Ich habe ja schon einiges über Carly gelesen, aber daß die App so mies ist hätte ich auch

    nicht gedacht.

    Gestern nen Kumpel besucht, einfache Strecke von 128 Kilometern. Niedersachsen - recht ebenes Gelände.


    40 Kilometer davon Autobahn mit Messer zwischen den Zähnen gefahren (immer so 180-190 km/h)

    Rest Landstrasse in einem Mix zwischen den üblichen 120 - 100 - 70 - 60 km/h, davon also ca. 90 Kilometer Strecke.


    In Niedersachen haben sie die Ruhe weg, wenn auf ner 100 km/h Landstrasse jemand voran mit 75 km/h daherdümpelt

    reihen sich alle nachfolgenden ein und nehmen ihr Schicksal in Kauf. Keiner macht Anstalten mal zu überholen, auch wenn

    alles sichtbar frei ist. Absolute Pennkolonnen bilden sich da.

    Somit wurde mein sonst gleichmäßiger Fahrstil stellenweise aufgrund diverser Überholmanöver unterbrochen.

    Spritverbrauch ging dadurch ab und zu etwas nach oben, weil auch mal 4 Autos an einem Stück hinter sich gelassen

    werden mussten.

    Den ansonsten eingesparten Sprit hätte ich stattdessen in Beruhigungstabletten investieren müssen - also kam es am Ende

    kostenmäßig aufs gleiche raus.


    Verbrauch kann sich trotzdem sehen lassen, normalerweise komme ich auf dieser Strecke auch noch nen Liter weiter nach unten.

    Vor Fahrtantritt sagte die App es wären 55 Liter im Tank. Nach den insgesamt rund 250 Kilometern sind anscheinend 20 Liter

    im Tank verschwunden. Würde im Umkehrschluss bedeuten ich bin mit exakt 8 Litern / 100 km gefahren.

    Schaue ich mir jetzt die App an, komme ich rechnerisch auf 8,5 Liter / 100km. Die Wahrheit dürfte irgendwo dazwischen liegen.


    Im Tank befand sich noch eine Dose Keropur, weil das Zeug auf einer langen Strecke effektiver wirken dürfte.

    Ob das Mittel den Verbrauch beeinflusst hat kann ich nicht sagen.

    Fahrmodus war Comfort mit manuellem Schalten, MHD Stage 1 bei 98 Oktan

    Man kann in der App doch sein aktuelles Kennfeld aufs Smartphone sichern,

    von daher kann man immer noch auf die alte Map zurück, falls die 3.6er nicht so toll ist.


    Hab selbst noch die alte Map drauf, bin noch nicht zum flashen gekommen.

    Updates KÖNNEN manchmal sinnvoll sein. Vielleicht haben sie ja das Zündung-Ziehen bei

    der 3.6er Map verbessert ?

    Oder vielleicht doch etwas mehr Leistung und Drehmoment herausgeholt, weil wir hier in

    der EU den besseren Sprit haben.

    Mich wundert nämlich folgendes: Auf der Webseite von MHD wird bei Stage 1 eine Leistung von

    bis zu 420 PS / 580 NM angegeben.

    Schaut man sich die Sache mal im App-Store bei Google an, wird von bis zu 440 PS / 600 NM geredet

    (bezogen auf den herkömmlichen B58 Gen.1)


    Eine Langzeitbewertung derer die auf Map 3.6 upgedatet haben wäre mal interessant, vor allem

    was die Logs bezüglich Zündwinkel angeht.


    Mir persönlich wäre es sogar lieber, wenn am Ende minimal weniger Leistung herauskäme,

    dafür das Steuergerät aber nicht hin und wieder die Zündung rausnehmen müsste.

    Sicherheit und sauberer Lauf sind wichtiger.








    Webseite (Alte Beschreibung seit jeher steht es dort so):



    MHD1.jpg









    App Update im Playstore:



    MHD2.jpg

    Hmmm, mag sein.

    Aber haben die Jungs da die Zeit und Lust nach Vorschriften zu schauen ?

    Leider herrscht ja insbesondere bei den allseits bekannten Werkstattketten

    ein ziemlicher Druck auf die Mitarbeiter.

    Ich denke die schauen maximal im Rechner nach, welche Ölfreigabe auf den

    Karren muß, aber sicher nicht den Vorgang beim Wechseln von Bremsbelägen

    Die grösste Angst sollte man nicht unbedingt bei dem haben, was einem aufgeschwatzt wird

    sondern eher dabei, was die vielleicht versaubeuteln und wobei man später noch "Spaß" bekommt.


    Solche Werkstattketten können z.B. nicht jede Herstellervorschrift zu jedem Modell kennen.

    Dann passieren auch mal so Dinge wie falsch aufgefülltes Frostschutzmittel (weil "rotes" ja fast überall passt)

    und 2 Jahre später hat das Zeug dann Metalllegierungen zerfressen weil der Hersteller grünes Mittel vorschrieb.

    Kann dann die Wasserpumpe oder den Kühler kosten.


    Oder beispielsweise die M-Sport Bremse beim 340i ........ BMW sagt da extra daß die Führungsschienen der

    Bremssättel nicht mit Schleifpapier oder Drahtbürste gereinigt werden sollen, sondern nur mit Bremsenreiniger.

    Grund dafür ist, daß sich dort eine spezielle Beschichtung auf den Sätteln befindet.

    Und ratet mal was wohl eine herkömmliche Werkstatt da machen wird , weil so gelernt ?

    Wobei ich mir auch nicht sicher wäre daß die BMW Fachwerkstatt korrekt arbeiten würde.


    Was dann die späteren Folgen sind ? Keine Ahnung, vielleicht ne quietschende oder zitternde Bremse ?


    Mit Werkstätten muß man echt Glück haben oder besser noch selber machen.

    So ist es. Die Technik soll eigentlich für dich arbeiten, nicht umgekehrt.

    Teilweise wird sie immer mehr zur Last. Man muß sich wirklich mal fragen was

    man braucht und was Gimmick ist.


    Schlimm ist zur Zeit der Trend alles Mögliche mit dem Smartphone zu verkoppeln.

    Egal ob Zahlungen, Buchungen, Behördengänge - vielleicht bald auch Arztbesuche .... alles

    wird mit dem ollen Telefon verbandelt.

    NOCH ist es so, daß man altmodisch agieren kann, aber irgendwann wenn genug Hipster nachgewachsen

    sind ist es damit vorbei.

    So bequem wie alles zu anfang sein mag, dadurch hat man später immer Kosten und Aufwand, und man

    ist leichter kontrollierbar.

    Beispielweise wird man immer dazu gezwungen sein, das neueste Smartphone zu kaufen weil irgend ein

    neues Verschlüsselungsgeschiss auf den aktuellen Stand gebracht wird - was mit der alten Hardware nicht

    mehr läuft. Genau so ist das.

    Technik- und Konsumnerds finden das vielleicht geil, aber man muß sich das leisten können und sich

    auch stets damit beschäftigen (rumärgern). Man kann seine Lebenszeit mit besserem verbringen.


    Der F31 ist auch mein letztes neues Fahrzeug. Den ganzen Neukram tue ich mir nicht mehr an.

    Ist mir das Geld nicht wert. Evtl. dengel ich mir im Leben noch 2 oder 3 alte Fahrzeuge zusammen

    die mich dann zum Onkel Doktor oder zum Einkaufen bringen können, Ende.

    Autofahren macht ohnehin dank Gängelei und Preisen keinen Spaß mehr.

    Bin sogar am Überlegen den 340i zu verkaufen ..... falls einer sowas sucht kann man vielleicht mal

    drüber reden. Zur Zeit agiere ich da noch halbherzig, also inseriere nicht aktiv, stelle aber Überlegungen

    Für und Wider an.