Beiträge von MatthiasX

    Für Deine Preisverhandlung:

    Nach 100.000, spätestens 200.000 km ist beim Diesel die Ansaugbrücke durch das AGR verstopft (dadurch erhöhter Verbrauch). Eine Reinigung kostet in einer günstigen Werkstatt ca. 600 EUR.

    Bei Automatik: Wurde bei den hohen Laufleistungen schon mal das Getriebe gespült (ca. 700 EUR)?

    Glühkerzen, genauer Glühstifte und das entsprechende Steuergerät verabschieden sich auch gerne bei 200tkm.

    Steuerkette hängt oft vom Fahrprofil und Ölwechselintervall ab. Viel Kurzstrecke und Pfennigfuchserei mit der Start-Stop-Automatik verkürzen das Leben. Bei jedem Start bekommt die Steuerkette einen kleinen Schlag ab.


    Sowieso ist Auslesen per OBD empfehlenswert. Zustand der Injektoren (Laufruhemessung), des Automatikgetriebes (Adaptionswerte), der Ansaugbrücke (Luftmasse) etc lässt sich relativ gut abschätzen.

    Habt ihr zufällig Tipps wie ich die Brücke reinige?

    In nen backofenreiniger einlegen?


    Lg :thumbsup:

    Die Ansaugbrücke ist jetzt nur eine Vermutung. Da Du aber sowieso die Ventildeckeldichtung tauschst, lohnt sich das. AGR beim Reinigen nicht vergessen.


    "Tech-Mike" verwendet zur Reinigung der Ansaugbrücke Koch Chemie Green Star. Das ist ein alkalischer Reiniger.

    Backofenreiniger würde auch gehen (ebenfalls alkalisch), ich hätte aber Angst, dass der Kunststoff spröde wird, da Backofenreiniger relativ aggressiv ist.

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Drallklappen würde ich nach der Reinigung wieder verbauen. Wirklich Probleme mit den Drallklappen hatten nur die M47/M57-Motoren.

    Einlasskanäle wallnussstrahlen ist eine gute Idee.


    Zum DPF wären paar Angaben hilfreich, um abzuschätzen wie gut Deine Position für eine Gewährleistung ist:

    Bei welchem Kilometerstand wurde der DPF verbaut? Wann war das?

    Wann hast Du den Ruß das erste mal bemerkt? Bei welchem Kilometerstand?

    Handelt es sich um einen fabrikneuen oder gereinigten / aufgearbeiteten DPF?

    Auf welcher Plattform wurde er gekauft?

    Wie gut war die Versandverpackung?

    Gibt es äußere Beschädigungen? Beulen?

    Wer hat den DPF eingebaut?


    Wie gesagt, kann ein DPF unter ungünstigen Umständen kaputt gehen, aber das dauert zehntausende Kilometer. Und mit dem Hammer wirst Du auch nicht drauf geklopft haben.

    Zum Ruckeln beim Vollgas:

    Üblicherweise ist die Ansaugbrücke verstopft. Der Motor bekommt dann im Volllastbereich zu wenig Frischluft.

    Überprüfen kannst Du das mit jeder guten Diagnosesoftware (BimmerLink, ISTA etc.). Hier Luftmasse Soll und Ist vergleichen.

    Bei verstopfter Brücke ist das gemessene Soll kleiner als das vom Steuergerät angeforderte Ist.

    Lässt sich mit etwas Aufwand reinigen. Einfach hier im Forum suchen.


    Zum Ruß:

    Wie bereits von Mario geschrieben: Der DPF ist sehr wahrscheinlich defekt. Jeder Diesel rußt, wenn zu wenig Luft da ist.

    Der Turbo braucht ca. eine halbe Sekunde, um genug Luft zu liefern. Bis dahin läuft der Motor zu "fett".

    Ein funktionierender DPF verhindert aber mechanisch, dass Ruß aus dem Auspuff kommt.

    Wenn Du Ruß siehst, ist die Keramik im DPF zerbröselt. Für den Motor ist das zunächst nicht schädlich.

    Aber abgesehen vom Umweltaspekt kommst du damit durch keine HU/AU. Daher zeitnah reklamieren.


    P.S.

    Ansaugbrücke und DPF sollten beide kontrolliert werden. Eine verstopfte Ansaugbrücke führt dazu, dass der DPF nicht richtig regenerieren kann.

    Wenn der DPF nicht sauber regeneriert, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er kaputt geht.

    Mein N57 verbraucht / verliert ca. 1 Liter Öl pro 4.000 km. Ich habe das Ölfiltergehäuse und die Zylinderkopfhaube im Verdacht.

    Bevor ich wild tausche, habe ich überlegt ein Lecksuchadditiv (Kontrastmittel) zu verwenden.


    Meine Frage: Hat jemand schon mal ein Lecksuchadditiv ins Öl gekippt? Kann ich damit ein paar tausend Kilometer fahren, oder muss ich es sofort wechseln?

    Willkommen : )


    Präventiv kann man sehr viel machen bei der Laufleistung. Es kommt auf den bisherigen Pflegezustand an.

    Wie viele Vorbesitzer?

    Wo wurde das Auto gekauft? Händler oder privat?

    Wann und wo wurde das Auto gewartet?

    Automatikgetriebe? Wurde schon mal eine Getriebespülung durchgeführt? etc.

    Wann ist die nächste Hauptuntersuchung?

    Fährt das Auto gerade oder ist die Spur verstellt, bzw. das Fahrwerk ausgeschlagen?

    Wie sieht das Fahrzeug von unten aus?

    Wurde das Fahrzeug mal per OBD ausgelesen?


    Grundsätzlich ist es bei einem gebraucht gekauften Wagen nie verkehrt das Öl zu wechseln, wenn es keine perfekte Servicehistorie gibt.

    Gleiches gilt für die Bremsflüssigkeit. Bremsen und Reifen sollten einer Sichtprüfung unterzogen werden (soweit das nicht bereits beim Kauf erfolgt ist). Zündkerzenwechsel kann man sich überlegen.


    Persönlich würde ich zuerst die oben genannten Sachen machen. Dann erst einmal 3-4 Monate mit dem Auto fahren, bevor ich weiteres Geld hineinstecke. Dann weißt Du auch, ob der Motor Öl verbraucht.


    Der N20 dürfte bis 200.000 km ohne Probleme, mit Glück bis 300.000 km halten.


    Die meisten Probleme kündigen sich vorher akustisch an. Da ist es hilfreich einen Mechaniker des Vertrauens oder einen guten Hobbyschrauber zu haben. Klassiker ist bspw. eine gelängte Steuerkette, aber das hört man.


    Bei dem Alter gibt es viele Bauteile die verschließen sein könnten [!], z.B. die Motorlager. Aber das muss im Regelfall nicht sofort gemacht werden.


    Dein Vorgehen, frühzeitig und langfristig die Wartung zu planen, finde ich super. Aber bevor Du die sinnigen Maßnahmen bestimmen kannst, musst Du Dein Auto erst einmal kennenlernen.


    Edit: Da Du laut Profil einen xDrive hast, solltest Du auch ein Ölwechsel im Verteilergetriebe erwägen. Der ist von BMW nicht vorgeschrieben, aber bei hohen Laufleistungen sinnig. Aber auch das muss nicht zwingend in den nächsten 10.000-20.000 km erfolgen.

    20241029_163033.jpg


    Bei meinem F36 ist der Diffusor (Nachbauteil) komplett matt schwarz (unlackiert). Mein Wagen ist Carbonschwarz. Da Dein Auto blau ist, würde ich den Diffusor außen in Wagenfarbe lackieren und mittig matt lassen.


    Mattschwarz ist die unauffälligste Farbe und passt zu allem. Schwarz glänzend ist auch ok. Anthrazit Metallic hingegen wäre relativ auffällig.


    Wenn Du den Kunststoff unlackiert lässt: Direkt eine Kunststoffpflege drauf oder Sonax Netshield. Ich weiß nicht, wie robust die Orignalteile sind, aber ungeschützter Kunststoff neigt zum ausbleichen.

    Kann mich da nur Bonsai-F anschließen. Alles sauber machen und dann beobachten.

    Zylinderkopfdichtung und Turbo sind natürlich die teuren Varianten. Es könnte aber auch bspw. eine Ölleitung zum Turbo sein.


    Im Übrigen: Nur weil der Ventildeckel (Zylinderkopfhaube) getauscht wurde, heißt es nicht, dass das neue Bauteil dicht ist. Da lässt die Qualität leider auch nach und der Einbau ist mit der vorgegeben Reihenfolge des Anziehens auch nicht trivial.


    Falls es in einer Werkstatt gemacht wurde: Reklamieren. Die haben sicher auch die Empfehlung zum Tausch gegeben.


    Falls Du selber getauscht hast und nicht weiter kommst: Es gibt Kontrastmittel, dass auf UV- Licht reagiert und Leckagen gut anzeigt.