Vereinfacht ausgedrückt:
Die ABS-Sensoren erfassen die Raddrehzahl anhand der Frequenz. Nun vergleicht das ABS-Steuergerät die 4 Frequenzen und die Fahrzeuggeschwindigkeit (andere Grüößen lasse ich mal aussen vor). Sollte nun ein Rad nahe der Blockiergrenze sein, während die anderen drei Räder eine höhere Frequenz/Raddrehzahl haben, sagt das ABS-Steuergerät (Btw hatte jedes ABS-System (außer dem voll analogen aus zB Escort MK4) schon immer ein Steuergerät, nur die Anzahl der Sensoren änderte sich) dem Hydroaggregat "Rad XY hat zuviel Bremsdruck". Das Hydroaggregat macht hält nun erst den Bremsdruck. Wenn nun die Blockiergrenze erreicht wird (also die Frequenz gen Null geht), macht das entsprechende Ventil auf (auf Kommando des ABS-SG). Nun kann sich das Rad wieder schneller drehen, da der Bremsdruck verringert wird. Wenn nun das Rad die "Norm-Frequenz" erreicht (also die Drehzahl der anderen Räder), wird der Bremsdruck wieder aufgebaut (also das Ventil im Hydroaggregat schließt). Dies wiederholt sich dann bis zum Fahrzeugstillstand bzw einer Geschwindigkeit >x.
Und ja, das Hydroaggregat hat eine maximale feste Regelgeschwindigkeit. Langsamer kann es immer und macht es idR auch (weil man nicht permanent eine Gefahrenbremsung macht). Bei normaler Fahrt wird nur ein "Bremsdruck aufbauen"-Signal gesendet, bis der Fahrer das Bremspedal nicht mehr betätigt. Alternativ "Bremsdruck halten", wenn man gleichmäßig abbremst.
Man könnte softwareseitig den Regelzyklus verlangsamen, aber das macht keinen Sinn. Die Räder sollen ja immer nahe der Blockiergrenze sein, um die maximale Verzögerung zu erreichen. Eine Verlangsamung der Regelgeschwindigkeit hätte einen längeren Bremsweg zur Folge. Man kann aber den Regelzyklus nicht erhöhen, da hier das Ganze durch die Mechanik im Hydroaggregat limitiert ist.