Junge Leute wachsen mit Fernbus, Carsharing, ÖPNV auf. Früher hatte man ein Moped, um Freunde zu besuchen, heute chattet und whatsappt man und trifft sich seltener persönlich. (Und wenn man sich persönlich trifft, sitzt man Schulter an Schulter und starrt aufs Smartphone.)
Das Geld fürs Smartphone fehlt am Moped. Also fährt und schraubt und bohrt man nicht mehr. Die Einstiegsdroge Mobilität fällt weg, also auch das Bedürfnis nach Auto.
___
Zugleich sehe ich in der IT-Branche steigenden Kostendruck. Besonders ins Gewicht fallen da Reise- und Übernachtungskosten. Wenn zu einem Brutto-Tagessatz von 700 Euro und mehr (da sind auch die Umlagen für die Firma drin) nochmal 100 bis 200 Euro im Schnitt pro Tag für Hotel und Bahn hinzukommen, ist man preislich kaum mehr konkurrenzfähig. Dann wandern Jobs nach Bulgarien oder Indien und werden sowieso remote ausgeführt. Warum sollen deutsche Arbeitnehmer sich dann nicht auch die Reisekosten sparen?
IT ist dabei aber sicher ein Spezialfall - die Branche ist vielleicht etwas technologieaffiner?
___
So oder so, die Tage des Verbrenners sind gezählt, wir kennen nur die genaue Zahl noch nicht. Das Elektroauto kommt, egal ob die Stromgewinnung dafür effizient ist oder nicht. Ich bin allerdings noch optimistisch, was die deutsche Autoindustrie angeht. Unsere Hersteller können nicht nur gute Motoren bauen, sondern auch gute Fahrwerke, die einen Wagen bei 250 km/h sicher auf der Piste halten. Bei der Querbeschleunigung ist noch was drin.
Ich vermute, dass der 340i, den ich in zwei Wochen endlich kriege, mein letzter reiner Verbrenner ist. Auch aus diesem Grund habe ich mich für einen schönen Reihensechser entschieden und gegen irgendwelche Sparlösungen oder Hybridschimären. Nostalgie, sozusagen.