Edel-Diesel al'a Aral Ultimate / Shell V-Power Diesel

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    • _SR_ schrieb:

      Ich möchte nur zu bedenken geben das jeder, auch die Hersteller der Premiumdiesel, Wikipedia-Artikel verändern, gestalten und selber schreiben können.

      Insofern ist meiner Meinung nach Wikipedia die denkbar schlechteste Referenz um die Qualität dieser Spritsorten zu belegen. Das ist in etwa wie ein Werbeprospekt von Aral zu zitieren :)

      Der GTÜ-Link zeigt die Wahrheit schon eher: Eigentlich wirkungslos bis auf eine etwas saubere Verbrennung, wobei man dazu sagen muss das der Test auch schon 7 Jahre alt ist und in der Zeit sich die Dieselabgasbehandlung um Welten weiterentwickelt hat.

      Grüße
      Sven



      Hi,

      eine interessante Meinung, die ich nicht wirklich wiederlegen kann, wie gesagt, ich habe kein Prüfllabor.

      Doch so einfach ist es aus meiner Sicht eben nicht, diese Spritsorten als reines Marketing abzutun, da doch wohl mächtig viel Forschung und Entwicklung - Ingenieurshirnschmalz - in diese Kraftstoffe eingeflossen ist. Warum soll ein Hersteller sich die Mühe (Kosten - Zeit - Material) machen, wenn es nichts bringt und die Standard-Soße sowieso genügt? Provokante Frage ich weiß... :)

      Die Wikipedia-Links sollen weniger als Referenz, sondern als mehr als Hinweis dienen, dass ich mir viele Argumente nicht einfach ausdenke. Wie die Links zu werten sind, muss jeder für sich entscheiden.



      Greeez
      ""
      ""

      Nec aspera terrent! :watchout

    • Moin,

      Marketing bestimmt unser Leben und manipuliert uns Dinge zu tun, die wir ohne Marketing nicht tun würden. Oder denkst du das Apple ohne Marketing so erfolgreich wäre? :)

      Es gibt etliche Tests der sogenannten Premium-Spritsorten, und noch bei keinem einzigen Test wurden die Herstellerversprechen eingehalten. Natürlich steht immer "bis zu" dabei, so das sich keiner aufregen oder klagen kann. Aber solange mir niemand zweifelsfrei belegen kann das der Mehrpreis gut investiert ist (und das konnte bisher noch niemand, im Gegenteil, alle Tests bisher haben das Gegenteil belegt) werde ich nicht einen Cent Mehrpreis dafür ausgeben.

      Ich will dich nicht davon abbringen dafür Geld auszugeben, um Gottes willen. Wenn du dich besser dabei fühlst und das Autofahren noch ein Quentchen mehr Spaß macht lohnt sich der Mehrpreis für dich vielleicht sogar. Aber ich halte es für Marketing.

      Grüße
      Sven

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    • Ich habe in meiner Uni-Zeit einen Versuch begleitet.

      War eine Doktorarbeit.
      Da wurden Prüfstandsversuche mit einem 2.0TDI gemacht und einem 200er CDI Motor.

      Es wurden diverse Kraftstoffsorten getestet, sämtliche Premiumsorten usw.

      Ende vom Lied war dass die Einflüsse die man gemessen hat kleiner waren als die Messungenauigkeiten.
      Also marginal klein.

      Dass ein erhöhter Bio Diesel Anteil zu Verkokungen führen kann, ist aber nicht von der Hand zu weisen.

      Gruß
      Stefan
    • Moin nochmal,

      je nachdem *wo* die Verkokungen gefunden werden kann auch die Ölqualität darauf Einfluß nehmen. Ein sauberer Brennraum ist normal, auch das die Hohnspuren nach 200tkm und mehr noch zu sehen sind an der Zylinderwand ist heutzutage normal.

      Du hast recht, die Verschmutzung der Ventile kann schon durch den Sprit beeinflußt werden, allerdings sind hier andere Faktoren mindestens genauso wichtig. Stets warmfahren, Kurzstrecken vermeiden, regelmäßige Ölwechsel, also eben die Klassiker die man für ein langes Autoleben empfiehlt sind hier mindestens ebenso wichtig. Und sie kosten nichts :)

      Was dir bei deinem Zylinderkopfbeispiel fehlt ist schlicht der Vergleich gegen einen identisch alten, identisch gefahrenen Kopf mit normalen Diesel.

      Grüße
      Sven

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    • Zitat Stefan:"Ein Motor der 100.000km gelaufen hat sieht von innen immer aus wie neu.

      Mit dem verwendeten Kraftstoff hat das rein garnichts zu tun."


      Diese Aussage stimmt nur in Mitteleuropa, weil eben hier die Krafstoffe extrem gut sind. In Osteuropa (Polen geht es schon los) sehen die Dinge schon anders aus. Nicht zu reden von China, Indien etct.

      Selbst in Laender wo man mal gerne auf Urlaub hinfaehrt sieht das ganz anders aus. In Italien ist Verschleiss durch Diesel ein Thema, ditto Griechenland und Spanien. Slovenien, Kroatien, Serbien kaempfen auch mit der Qualitat und den sich daraus ergebenden Schaeden. Frankreich hat einen hohen FAMEAnteil

      Ich habe schon Motoren gesehen die auf Grund des Sprits nach 7000km in bezug auf Verschleiss und Sauberkeit fix und fertig waren - zugegeben nicht Europa.

      Der Sprit hat einen Rieseneinfluss.

    • Hi,

      damit hast du sicher recht. Auch ist der Sprit in den USA eine andere Qualität als in Deutschland.

      Aber trotzdem: Der normale Diesel an einer normalen Markentankstelle ist mehr als ausreichend um kein lebensbegrenzender Faktor zu sein.

      Oder tanken Taxis mit 500tkm und mehr Aral Ultimate Diesel?

      Grüße
      Sven

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    • _SR_ schrieb:


      damit hast du sicher recht. Auch ist der Sprit in den USA eine andere Qualität als in Deutschland.

      Japp, USA hat immer weniger Oktan im Vergleich zu DE. Normal, was bei uns 90 Oktan hat, ist den USA eben nur mit 85-87 Oktan bestückt.
      Hatte das mal in einem schweren Chev Tahoe in den Appalachian und der hat gestöhnt wie Jenna Jameson ^^
    • Wir reden hier aber nur über deutschen oder inner-europäischen Diesel.

      Und da macht es eben keinen Unterschied was die Verschmutzungen im Motor angeht.
      Du siehst keinen Unterschied zwischen einem Motor der ausschliesslich mit dem Ultimate Diesel bzw. dem normalo-Diesel von der Discount Tanke gefahren wurde.
      Auch nach 200.000km nicht.

      Das Einzige was wirklich passieren kann, ist dass die Einspritzsysteme aufgrund der Viskositätserhöhung des mit erhöhtem Bio Anteil versehenen Normalo Diesel etwas schneller verschleisst.

      Aber auch hier gilt es zu relativieren!
      Wir haben laut EG einen Biosprit Anteil im Diesel von maximal 7%, meistens deutlich darunter.

      Das macht eine Viskositätserhöhung im promille Bereich aus, ob das nun wirklich ausschlaggebend ist wage ich ehrlich gesagt zu bezweifeln.

      Aus technischer Sicht gibt es keinen Grund den Premium Sprit zu kaufen.

      Gruß
      Stefan

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Stefan ()

    • Stefan schrieb:

      ...

      Und da macht es eben keinen Unterschied was die Verschmutzungen im Motor angeht.
      Du siehst keinen Unterschied zwischen einem Motor der ausschliesslich mit dem Ultimate Diesel bzw. dem normalo-Diesel von der Discount Tanke gefahren wurde.
      Auch nach 200.000km nicht.

      ..

      Aus technischer Sicht gibt es keinen Grund den Premium Sprit zu kaufen.
      Dem widerspreche ich. Auch Du hast kein Prüflabor, genauso wenig wie ich, um solche Behauptungen zu belegen.
      Aber ich habe eben in einen Motor schauen dürfen - ohne jetzt den Abgleich mit "gleichalten" anderen Motoren gehabt zu haben, zugegeben. Der Brennraum sollte freilich "sauber" sein, aber es sahen auch die Ventile und Schäfte wie geleckt aus, faktisch wie eben im Werk eingebaut. Ein Tragbild, welches sogar ein gestandener KFZ-Meister (Ü 50) zu der Aussage hinreißen lies, das der Motor perfekt aussähe und bei solchen Laufleistungen (ü 100tds km) nicht üblich sei.

      Wem soll ich glauben? Dem Meister oder Dir, mit der vagen Aussage: "...auch nach 200.000 km nicht."?

      Ich will jetzt keine Werbung für Aral oder Shell machen, das liegt mir fern. Doch wenn man sich den Ultimate-Sprit schon an der Tanke im Schauglas an der Säule anschaut, erkennt man, dass es sich um eine völlig andere Zusammensetzung handeln muss. Standard-DIN-Diesel sieht trüb-gelblich aus und riecht extrem nach Diesel. Ultimate hat mehr eine "wässrige" und klare Konsistenz und riecht weit weniger stark. Hinzukommt ein auch für den technischen Laien vernehmbares deutlich "leiseres" Verbrennungsgeräusch. Das dieseltypische Nageln ist weit weniger ausgeprägt. Insoweit "passiert" auch aus technischer Sicht etwas im Brennraum, was sich zum Standard-Diesel unterscheidet.

      Ich hatte weiter oben schon mal die Cetan-Zahl (Meßwert für die Zündwilligkeit) angesprochen. Die Edelsorten sind deutlich zündwilliger ausgelegt als die Normkraftstoffe, was wiederum für eine Verbesserung der Drehwilligkeit von Vorteil ist.

      Um mal eine Vorstellung davon zu bekommen, was mit Verkokungen an Ventilen gemeint ist, hier ein Link vom Nachbarforum E90 (habe bewußt Bilder aus einen BMW Forum gesucht, damit es nicht heißt, so was gibt es nur bei anderen Herstellern):
      e90-forum.de/board17-e9x-forum…teinspritzern/index2.html

      Hinweis: Das besagte Bild ist weiter unten im Link - runterscrollen...

      Bei mir sahen damals die Ventile wie das Linke aus, nämlich wie neu und das nach über 100.000 km.
      Auch mein sonstiger Motor sah verdammt gut aus. Der Dieselfilter, Dieselhochdruckpumpe hatten keinerlei Verschmutzungen, das AGR war zwar schwarz von Ruß, aber nicht "verrußt". Auch dazu meinte der Meister, das die Edelsorten weniger Rußanteile bei der Verbrennung produzieren, was sich positiv auf den Motor auswirkt.

      ___________

      Eigentlich ist es ja auch egal. Jeder soll das tanken, bei dem er meint, dass er gut damit fährt. Und ja, die Motoren sind auf die DIN-Sorten ausgerichtet. Es spricht aber auch nichts dagegen, etwas mehr auszugeben und guten - sehr hochwertigen - Sprit zu tanken, denn wie oft werden hunderte Euros für Waschen, Wachsen, Schnerz'chen (Duftbäume, Accessoire etc.) sportliche Anbauteile etc. aufgewendet. Tuning fängt aus meiner Sicht eben auch schon beim Brennstoff an.

      Mein F31 bekommt jedenfalls der Edel-Diesel verdammt gut. Schnurrt vergnüglich wie ein Kätzchen und ist bissig bis in den Begrenzer

      CS

      Nec aspera terrent! :watchout

    • Stefan schrieb:

      Ich habe ein Prüflabor zur Verfügung und habe die Prüfstandsläufe höchst persönlich gemacht und ausgewertet!


      Sent from my iPhone using Tapatalk 2
      Wenn das so ist, wäre es cool, wenn Du vielleicht ein paar Bilder posten könntest? Mich würdes es jedenfalls interessieren.
      Schade das Du zu den "technischen" bzw. "chemischen" Unterschieden in den Spritsorten noch keine genauere Aussage gemacht hast. Kann ja sein, dass ich da nur Müll geschrieben habe. Wenn Du vom "Fach" bist, so wie ausschaut, wäre es für mich ebenfalls interessant, dazu Deine Meinung zu lesen.

      Thank's

      Nec aspera terrent! :watchout

    • Habe heute mit einem mir guten bekannten Kfz-Meister vom TÜV ein "Fachgespräch" (ich bin im Gegensatz zu ihm "blutiger" aber interessierter Laie und kein Ingenieur mit eigenem Prüflabor und geführten Testreihen) geführt und gefragt, was er von den Edel-Dieselsorten hält? Habe auch von unserem Forum und den Kontroversen berichtet.

      Seine Antwort: Er kann es grds. für alle empfehlen, die es sich leisten wollen und können, da die Motoren deutlich weniger Probleme machen - Probleme hinsichtlich, Dichtungen, Dieselfilter, Hochdruck-Rail-Pumpen, AGR-Ventile und DPF. Die Bio-Anteile im Standard-Diesel sind so eine Sache, meint er, sie können sich ungünstig auswirken Stw. Verkokungen, Bio-Anteile im Motorenöl etc.. Grundsätzlich müssen aber moderne Motoren, egal welcher Hersteller, mit dem DIN-Kraftstoff auskommen und sie funktionieren in der Regel auch zufriedenstellend. Verbrauchsvorteile seien seiner Ansicht nach nicht zu erwarten, hinsichtlich einer hohen Laufleistung gäbe es aber Voreile, weil die Edelsorten eine veränderte Zusammensetzung und Additive etc. enthalten, die eine hohe Reinigungswirkung im Motor entfalten, was Ventilschäfte etc. sauberer hält.

      Tja was soll ich sagen, eine Meinung, die auch meiner sehr entgegenkommt. :huh:

      Nec aspera terrent! :watchout

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