B48 Motor - Laufunruhe & Öl im Zündkerzenschacht

  • Vielen Dank!
    Eine Laufruhemessung im Stand bei konstant 2000U/min kann ich auch anbieten:
    pasted-from-clipboard.png


    Die Logs aus dem vorherigen Post waren auch direkt nach dem Tanken entstanden. Laufunruhen habe ich noch immer, aber keine Zündaussetzer mehr beobachtet.
    Ich habe wie gesagt auch keinerlei Fehlermeldungen im Speicher.

    Ich habe auch noch mal ältere Logs geplottet. Dort sah Lambda (gemessen als Lambda-Istwert) ähnlich aus. Auch der Raildruck sah gut aus:
    raildruck.png


    Vor dem letzten Abstellen hatte ich auch noch rudimentär die KGE über den Öleinfülldeckel getestet -> leichter Unterdruck im Leerlauf, der den Deckel wieder angesogen hat.

    Ich war vorhin noch mal am Auto und habe den Motor durchgekurbelt. Also entweder der Adapter des Kompressionstesters dichtet nicht sauber am Gewinde/Gummidichtring ab, oder es fehlt Kompression. Mangels Zeit konnte ich nicht noch einen anderen Zylinder gegenprüfen.
    Ich habe dann Zylinder 4 auf den Einlasstakt eingestellt und mir noch mal den Ventilsitz angeschaut:
    Ventile_Zylinder4_a.jpg

    Ventile_Zylinder4_b.jpg

    Die dunklen Stellen könnten natürlich auch einfach Schatten der Anbackungen bzw. deren fehlende Stellen sein.


    Ich werde mich noch mal an dem Kompressionstest versuchen und wenn ok im Stand:
    * neue Kerzen rein -> Laufunruhen anschauen
    * Spulen 4/3 und 1/2 quer tauschen -> Laufunruhen anschauen
    * Tankentlüftung abklemmen -> Laufunruhen anschauen

    Die Domstrebe würde ich erst danach wieder drauf setzen, bzw. frühestens nach den Spulen.


    Macht es Sinn, die Batterie nach jedem Schritt für 1-2 Stunden abzuklemmen, um die Kurzzeit-Adaptionen der DME zurückzusetzen?

  • Noch mal ein weiteres Update:
    Ich habe nun einen Kompressionstest bei kaltem Motor gemacht - Ergebnis: 180-190 psi (bzw. 12,5-13 bar)
    Zylinder 1: 190 psi
    Zylinder 2: 185 psi
    Zylinder 3: 180 psi

    Zylinder 4: 185 psi


    Als ich die Zündspulen durchtauschen wollte, ist der Stecker von Spule #4 nicht hörbar eingerastet und ließ sich abziehen - es fehlt ein Teil der Nase an der Spule. Mein Gefühl sagt mir, dass das schon beim Service durch den Freundlichen passiert sein muss. Ich habe nun einen Satz neue Zündspulen verbaut.
    Die gefühlte Laufunruhe hat sich minimal verbessert, die gemessenen Werte sind weiterhin auf Zylinder 1 und 4 positiv und auf 2/3 negativ. Um eine quantitative Aussage zu treffen, muss ich vermutlich erst noch einige Kilometer fahren, bis sich die Adaptionen angepasst haben.

    Als nächstes werde ich die Tankentlüftung und KGE angehen. Hat jemand eine "Best Practice", wie man die Unterdruck-Schläuche ordentlich abdichtet?