Beiträge von Long-Tall-Ernie

    Stadtlicht: Breitere Beleuchtung auf der linken Seite bei niedrigen Geschwindigkeiten

    Scheinwerfer geht 7 Grad nach aussen und 0,7 Grad nach unten.

    Bis 50 km/h


    Über 50 km/h wird auf Landstrassenbeleuchtung umgeschaltet. Das entspricht auch

    der allgemeinen Grundstellung der Scheinwerfer.


    Wenn du also bei dem Karren das Licht im Stand nach oben justierst und die Automatik dabei an hast,

    befindest du dich im Stadtmodus. Ab 50 km/h ist der Scheinwerfer dann zu hoch (die 0,7 Grad) und blendet.


    Mit Lichtschalterstellung ganz rechts verharrt der Scheinwerfer auf Grundstellung und wird hierüber eingestellt.

    Der Scheinwerfer macht in Auto-Stellung unterschiedliche Lichtmodi.

    Im City-Betrieb wird die Leuchtweite etwas reduziert, weil wegen der Strassenbeleuchtung

    innerhalb der Stadt nicht so viel Licht benötigt wird. Die Ausleuchtung wird etwas abgesenkt

    und Blendwirkung verringert. (Manche Autofahrer empfinden das helle LED Licht gerne mal als unangenehm,

    selbst wenn die Scheinwerfereinstellung korrekt ist).


    Auf einer Landstrasse oder Autobahn oder bei bestimmten Geschwindigkeiten wird eine andere Lichtverteilung geschaltet.

    Das Auto erkennt über die Lichtautomatik all dies.


    Diese Eingriffe dürfen aber nicht stattfinden wenn du das Licht grundeinstellst.

    Andernfalls drehst du den Scheinwerfer erst mal scheinbar auf die richtige Höhe, sobald

    du aber fährst und der Scheinwerfer entsprechend erkanntem Fahrtempo und Umgebung

    nachregelt, steht das Licht zu hoch.

    Wurden die Scheinwerfer auch im normalen Lichtbetrieb grundeingestellt ?

    Der Lichtschalter darf nicht auf Automatik stehen, sondern einfach nur auf

    ganz normales Abblendlicht (ganz rechts) ohne Eingreifen der adaptiven Funktionen.

    So wird dann über die Schrauben am Scheinwerfer die Grundeinstellung gemacht..

    Das frühe Schalten im Comfortmodus ist halt so gewollt um Kraftstoff zu sparen und effizient zu sein.

    Wenn der Motor mehr Drehmoment bietet und etwas kraftvoller ist, dann bemerkt man die Sache nicht

    so sehr, weil sowieso immer genug Schub vorhanden ist - auch untenraus.


    Du kannst aber auch einfach mal das Gaspedal easy aus dem Fußgelenk heraus ruckartig bis ungefähr

    zur Hälfte heruntertreten und dann den Fuß direkt wieder zurücknehmen.

    Dadurch sollte die Automatik gleich nen Gang zurückschalten. Musst mal probieren wann er das genau macht.

    Das Getriebe bemerkt dann das du anscheinend stark beschleunigen möchtest und schaltet zurück. Wenn du

    dies bemerkst den Fuß gleich wieder ein Stück weit zurücknehmen, so daß du nicht gleich wie ein Pfeil losbeschleunigst :)

    Das Gas aber noch so weit halten daß die Automatik nicht gleich wieder nen Gang hochschaltet. Würde passieren wenn

    du fast ganz mit dem Pedal zurückgehst.


    Du brauchst ein wenig Gefühl, bekommst es aber relativ schnell raus.

    Im Prinzip ist das wie ein "kleiner Kickdown", nur mit dem Unterschied daß du eben nicht voll durchtrittst und bis auf den

    Kickdown-Schalter am Boden trittst.


    Wenn du dies ein paar mal in bestimmten Situationen gemacht hast, kann es sein daß sich das Getriebe dann dieses

    Fahrverhalten merkt und adaptiert. Man erzieht sich seine Automatik damit ein wenig.


    Ich fahre z.B. mit XHP Software und da ist es mittlerweilen bei mir so, daß ich nur ganz kurz mit den Zehen

    am Gaspedal einen kleinen schnellen Ruck nach unten treten muss, und schon schaltet er zurück.

    Trete ich gleichermassen LANGSAM herunter, beschleunigt der Wagen im aktuellen Gang weiter durch

    ohne zurückzuschalten. So kann man es bereits übers Gaspedal ein wenig steuern und beeinflussen.

    Die Ölwanne ist bei dir scheinbar nicht so gut mit einer Unterbodenabdeckung eingepackt

    wie auf den Bildern von meinem E91. Somit kann das Öl "unbemerkter" während der

    Fahrt abtropfen und sammelt sich nicht gleich massiv irgendwo an. Der Fahrtwind wird ständig jeglichen

    anhängenden Öltropfen wegwirbeln. Wer weiß daher wie es mit dem Ölstand steht ?

    Gut möglich daß hier schon dein Schaltproblem herkommt. Machen musst du auf jeden Fall was,

    nicht akut aber doch mal in nächster Zeit.

    Vielleicht hat der Karren auch irgendeinen schlechten Adaptionswert gespeichert ?

    Sofern ein Auslesegerät zur Verfügung steht (um spätere Fehlereinträge zu löschen) könnte man

    auch mal probieren die Batterie für ne Viertelstunde abzuhängen und wieder anzuschließen.

    Manchmal kann sowas schon Wunder bewirken.

    Vor dem Abklemmen und Anschliessen möglichst alles an Verbrauchern abschalten,

    also Licht, Radio, Lüftung .... alles aus was geht, dann ist die Stromaufnahme beim erneuten

    Anklemmen der Batterie nicht so hoch.

    Danach alle durchs Abklemmen verursachten Fehlereinträge löschen und schauen ob vielleicht

    schon eine Besserung eingetreten ist. Diese Sache ist wirklich nur eine ganz kleine Chance, aber

    ab und zu hat sowas geholfen.

    Adaptionen vom Getriebe bleiben erhalten wenn die Batterie ab war. Die sollten auch nicht mit

    dem Auslesegerät gelöscht werden, sondern erst wenn es eine neue Mechatronic oder andere

    Komponenten neu gab.


    Die Motoradaptionen kann man hingegen eher mal löschen (Lamdaadaption + Gemischadaption).

    Die anderen Werte, wie etwa Drosselklappenadaption u.a., würde ich in Ruhe lassen, wenn

    man nicht gerade zuhause steht.


    Ich bin selber ungefähr 120 Kilometer von Osnabrück entfernt. Eine Nebelmaschine für einen

    Rauchtest auf Undichtigkeiten hätte ich. Verschiedenste Diagnosegeräte als auch BMW Software sowieso.



    Was das Getriebe angeht ... ich kenne es nur so, daß bei kaltem Getriebe zu Anfang nur im Wandler

    gearbeitet wird, um das Öl schneller auf Temperatur zu bekommen. Die Wandlerüberbrückung sollte

    anfangs noch gar nicht greifen. Korrigiert mich, falls ich Mist erzählt habe :)