Beiträge von Long-Tall-Ernie

    Eine elegante Lösung ist das natürlich nicht.

    Ich weiß auch nicht was passiert wenn man zu viele Batterie-Resets durchführt.

    Bin mir gerade nicht sicher, aber ich glaube wenn man im Testmodul ist sind

    dort nur 4 Batterie-Resets aufgeführt.

    Da steht "Erster Batterietausch" bis "Vierter Batterietausch" oder so ähnlich.

    Mehr gibt es nicht zur Auswahl. Wäre interessant zu wissen was der Karren

    macht wenn dies überschritten wird ?


    Bei einem irrtümlich durchgeführten Bremsenreset kann immer noch

    über das Diagnosemodul ein fehlerhaft ausgeführter Service zurückgenommen werden.

    Und falls es ganz hart kommt besteht die Möglichkeit separat eine Korrektur vorzunehmen,

    indem man über das Diagnosegerät die Stärke der Bremsbeläge in Millimetern

    eingibt, worüber das Fahrzeug ein neues Laufzeitmodell errechnet.


    Wenn man kein Diagnosegerät zur Verfügung hat, könnte man noch so vorgehen

    indem der Verschleißkontakt abgeklemmt wird und man das Auto eine Weile bei

    ausgeschalteter Zündung in Ruhe lässt - vielleicht 30 Minuten, oder so.

    Danach den Warnkontakt anstecken und noch einmal versuchen den Service

    zurückzustellen. Ich würde vermuten daß das Fahrzeug mitbekommt ob

    tatsächlich an den Bremsen repariert wurde und es sogar erfasst ob der Warnkontakt

    einfach nur schnell abgezogen und angesteckt wurde, oder eine plausible Reparaturzeit

    verstrichen ist. Einen Versuch ist es wert.

    Ach was, völlig unwichtig die Tachoanzeige.

    Bei mehr als 280 km/h starrt der Blick nur noch nach vorne

    in den Lichttunnel, während sich allmählich die Erdkrümmung

    gerade zieht und man sich nur noch darauf konzentriert daß

    bloß niemand unachtsam ausschert :)


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    Jo das wäre dann ein Fall für den Anwalt.

    Sprich ... bitte einmal ein neues Steuergerät besorgen oder

    aber die Kosten übernehmen damit ein Tuner das Ganze wieder

    entsperrt und bespielt.


    Am besten ist sowieso, wenn man sich vorher bei der Auftragsannahme

    schriftlich festhalten lässt dass kein Softwareupdate durchgeführt werden soll

    bzw. das Auto eine Leistungssteigerung hat.


    Das Auto ist mein Eigentum und die Tuningmaßnahmen wurden mit teuer Geld bezahlt.

    Wenn die dann was wegputzen müssen sie halt haften.


    Was machen denn andere Werkstätten bei all den anderen vielen Fahrzeugmarken die

    ebenso mit Tuning herumfahren (sogar legales Tuning) ?

    Putzen sie da auch bei den Leuten die Steuergeräte auf Serie ?

    Was ist wenn jemand seinen BMW bei G-Power oder Schnitzer legal hat tunen lassen ?

    Die können nicht einfach ungefragt alles weglöschen.


    Es ist schließlich bekannt daß es genug Tuningbuden gibt die Fahrzeuge modifizieren

    und viele Leute das machen lassen.

    Eine Werkstatt hat meiner Meinung nach sogar von sich aus vorher beim Kunden

    nachzufragen ob Tuning gemacht wurde. Sorgfaltspflicht.


    Tuning ist schließlich heutzutage keine exotische Sache sondern kommt sehr oft vor.

    So isses.

    Dazu muß man stehen wenn etwas kaputt geht.

    Einzig wenn BMW sich rausreden wollte daß sie deswegen einen defekten

    Navirechner während der Garantiezeit nicht übernehmen, würde ich das

    nicht einfach so akzeptieren.


    Falls jemand später einmal mein Fahrzeug kauft werde ich ihm natürlich

    sagen daß da Tuning drauf ist. Einfach schon aus dem Grunde damit wir

    beide uns Zeit und unnötige Verhandlungen sparen wenn Tuning für den

    potentiellen Käufer ein Ausschlusskriterium ist.


    Ansonsten wird probegefahren (Serienleistung und auch mal Tuning).

    Sollte ein Kauf zustande kommen kann der Käufer sich aussuchen ob das Tuning

    wieder runter kommt oder drauf bleibt.

    In jedem Fall würde das aber zwecks eigener Absicherung nochmal im Kaufvertrag

    vermerkt und gut ists.


    Was BMW Garantie angeht - in meinem Fall bin ich da eh schon raus und mir wäre

    es sogar lieb wenn bei denen die Warnlampen am Tester an gingen.

    So flashen sie mir nicht versehentlich eine neue I-Stufe aufs Steuergerät :)

    Mein Laptop war nicht mit dem Internet verbunden als ich Fasta-Daten ausgelesen habe.


    Neben BMW Software benutze ich aber auch einige legale Geräte, wo ich auch Lizenzgebühren berappe.

    z.B. original LAUNCH X431 und anderes.


    Was ISTA angeht - ab glaube ich Version 4.32.15 ist schluß mit kostenlos irgendwo runterladen.

    Danach haben die Hacker eine rechnergebundene Lizenz drangehangen weil einige meinen sie müssten

    damit Geld bei Ebay verdienen und sich an der Arbeit der Hacker bereichern.

    Spätere Versionen gibt es nur nach viel "Bitte Bitte" und/oder Kohle per Paypal - aber auch nur wenn man

    einen bestimmten Bekanntheitsgrad hat. So als Neuling irgendwo fragen - nee nee :)

    Jo, war wohl etwas viel Geschreibsel :) Ja, manchmal verschweife ich schon mal ein wenig :)

    Aber anhand dessen sollte dann auch klar sein daß die Polizei

    da vor Ort keine Chance hat irgendwas über nen Tester zu bestätigen was

    in irgendeiner Form Aussagekröftig wäre. Null .... aber auch gar nicht !


    Die sehen (wenn überhaupt) nur die I-Stufe und die Herstellernummer und Softwareversion

    wie sie auch von Bosch/BMW stammt.

    Alles andere ist denen sowas von unzugänglich und aus oben beschriebenen Gründen nicht

    nachhaltbar.


    Wenn es einer bei ner Kontrolle behaupten würde, würde ich mir sehr gerne seinen

    Gedankengang erklären lassen :)


    Jo und dein Wagen wird schon in Ordnung sein. Wenn da was faul gewesen wäre hätte sich

    das ja schon mittlerweile längst offenbart. Würde mir da auch keinen Kopf machen und den

    Wagen genießen. Falls mal was kaputt geht hätte das auch ganz normal so passieren können.

    @marcus_zenki:

    Selbst WENN da mal Software drauf war muss es ja nicht heissen daß der Motor

    nun total versaut ist. Vielleicht war es auch ein Liebhaber der Spaß an der Technik

    hatte und das Fahrzeug entsprechend gepflegt und mit Sinn und Verstand behandelt hat ?

    Ich wäre sogar eher mißtrauischer wenn mir bei diesen Modellen einer erzählen wollte

    der Kübel wäre immer absolut original und ungetuned gewesen :)

    Tuning an sich macht nicht gleich was (schneller) kaputt, der falsche Umgang ist es.

    Auch den Serienmotor bekommt man kaputt wenn man will.

    Vielleicht fuhr das Auto mal mit ner Tuningbox ?

    Wenn durch diese Box z.B. in den Steuergerätespeichern Höchstgeschwindigkeitswerte

    von über 250 km/h oder zuviel Drehmoment abgelegt wurden, dann ist das natürlich

    ein Verdacht auf Tuning. Solche Werte liegen ja auch im Getriebespeicher oder Kombiinstrument.


    Ich habe mal die Fastadaten bei mir erstellt und wenn man sich das anschaut wird da wirklich jedes

    kleinste Detail gespeichert. Wie oft gebremst wurde, wie oft geblinkt, Lenkwinkel, Pedalstellungen,

    wieviel Betriebsstunden in Sportmodus usw.

    Dadurch lässt sich bei Garantiefällen schon mal so eine Ausrede wie "Hab den Wagen immer vorsichtig bewegt"

    schnell durch BMW widerlegen.


    Was den Tuningcheck angeht werden wohl diverse Spitzenwerte geprüft, die als Höchststände überall

    im Fahrzeug gespeichert sind.

    An der Theorie mit Checksummen-Check kann auch was dran sein.

    Ein Motorsteuergerät macht z.B. bei jedem Start einen Selbstcheck.

    Das Kennfeld besteht ja aus etlichen Datenblöcken die bestimmte Bytes enthalten.

    Daraus kann man eine Checksumme bilden. Da wird dann evtl. die Quersumme aus bestimmten

    Blöcken gebildet, oder statt Quersumme ein anderer Algorithmus wie etwa CRC oder sonst was.

    Diese Checksummenwerte sind dann an einer bestimmten Adresse im Speicher abgelegt.

    Bei jedem Systemstart wird über alle Datenblöcke hinweg die Checksumme ermittelt und mit den

    bekannten abgelegten Werten abgeglichen.

    Wenn sich nun ein einziges Byte im Kennfeld ändert, passt die Checksumme nicht mehr und das

    Steuergerät wirft einen internen Fehler aus. So ist die korrekte Programmierung immer gewährleistet.


    Wenn man Tuning betreibt muss nach den Änderungen (und das sind ja sehr viele) wieder eine neue

    Checksumme berechnet werden und diese Daten dann auch in das Steuergerät geschrieben / angepasst werden.

    Beim Systemtest soll ja wieder alles passen.

    Ein Tuner muss also nicht nur wissen in welchen Datenblöcken er Zündung und Einspritzung verändern kann,

    sondern auch die Tabellen kennen, welche die Checksummen enthalten - und den Algorithmus kennen wie

    sie berechnet werden. Passt man das nicht an, gibt es Fehler.


    Wenn man jetzt einen BMW nimmt, dann gibt es verschiedenste Kennfelder dafür.

    Ein Touring wird ein anderes Kennfeld haben als ein Cabrio oder ein Coupe.

    Da gibt es Unterschiede je nach Karosserievariante, weil z.B. ein Cabrio schwerer ist müssen

    diverse Kennlinien etwas anders angepasst werden. Auch wird entscheidend sein ob Klimaanlage

    verbaut ist, oder ob Schalter / Automat oder welche Euronorm vorhanden ist.

    Bei all diesen Dingen gibt es immer leichte Veränderungen damit das Auto optimal läuft.

    Und dann sind da noch stets Updates die nachgeschoben werden.

    Alle diese verschiedensten Kennfelder haben eines gemeinsam, nämlich immer eine andere Checksumme.

    Über die Vielfalt brauche ich also nicht weiter sprechen.


    Wie soll das jemand bei einer Kontrolle nachprüfen können, welches Baujahr, Ausstattung, Update-Level

    vom Kennfeld nun welche Checksumme haben muss ?

    Zudem sind die Daten verschlüsselt und nur Tuner mit extrem teuren Lizenzen bekommen da überhaupt

    Zugriff um das sichtbar zu decodieren.

    Vor Ort, beim TÜV oder bei einer Kontrolle ? - Keine Chance da was genaues zu ermitteln.


    Die ausgelesenen Daten müssten schon direkt von BMW geprüft werden, dazu über alle möglichen

    oben beschriebenen Varianten. Also ein Riesenaufwand der vielleicht nur bei einem extrem schweren

    Unfall mit vielen Toten betrieben würde. Mal so auf Verdacht wäre es unbezahlbar vom Aufwand.


    Jetzt kann es natürlich sein, daß BMW in seinem Testmodul für jedes Fahrzeug alle Checksummen

    hinterlegt hat die es so gibt. Durchs Tuning entstand dabei eine Checksumme die nicht bei BMW gelistet

    ist und dies lässt dann das Warnfenster aufpoppen. In Kombination mit zu hohen Fahrparametern dann

    nochmal verdächtig.


    Wenn ich übrigens mein Auto mit meinen Testern und auch originaler BMW Software auslese

    wird ganz normal der aktuelle I-Level und die Softwareversion ausgegeben.

    Da sieht man gar nichts vom Tuning. Das wird auch daran liegen daß beim Tuning ja nur einige

    Seiten im "Drehbuch" der Motorsteuerung umgeschrieben werden. Die ganzen Kopfdaten

    bleiben ja bestehen.


    Die Fasta-Daten die ich ausgelesen habe sind aber sehr umfangreich. Die originale BMW Software

    hat bei mir jedenfalls auch nicht gemeckert es wäre Tuning gefunden worden, sie hat nur die

    Telemetriedaten in eine Datei gepackt, die man dann zu BMW in die Entwicklung geben kann.

    Und nur die Freaks dort könnten überhaupt was dazu sagen.

    Falls es jemanden interessiert, bin heute das erste mal mit 102er MHD Map gefahren

    da ich sonst immer nur 98er Excellium tanke.


    Der Unterschied zwischen den beiden Maps macht bei mir ein Plus von gut 10 PS und 50 NM aus.

    Im Datendisplay waren die Spitzenwerte dann bei 439 PS und 648 NM

    Gross unterschiedlich angefühlt hat es sich jetzt aber nicht.

    Eigentlich reciht die 98er Map vollkommen aus. Da sind es in der Regel immer so zwischen 425-430 PS

    und 585 - 600 NM, je nachdem wie das Wetter so ist.


    OK, man muß auch bedenken daß es heute kühler ist als die ganze andere Zeit im Sommer.

    Wird sich natürlich auch noch ausgewirkt haben