USA-Reimport ist schon mal ausgeschlossen - prima!
Wenn man noch nicht so viel "Ahnung" von Autotechnik hat, ist es vielleicht sinnvoll, jemanden mit Fachkenntnissen zu Besichtigung mitzunehmen.
Das kann ein Bekannter sein, oder aber auch ein Automechaniker aus einer Werkstatt, die man kennt. Einfach mal dort fragen, ob jemand gegen einen Obolus bereit ist, in seiner Freizeit mit Rat zur Seite zu stehen.
Vielleicht kann auch jemand aus dem Forum Dich unterstützen, der in Deiner Region wohnt.
Alternativ kann auch mal beim TÜV vorbeigefahren werden und das Auto wie bei einer Hauptuntersuchung begutachtet werden. Die Kosten dafür solltest Du dann übernehmen.
Den Verkäufer mit allen möglichen sinnvollen Fragen konfrontieren, oder wenn einem keine Fragen einfallen, soll er einfach mal die ganzen Funktionen seines Auto erklären. Dabei kann man dann auch den Verkäufer ein bisschen abschätzen.
Man braucht vermutlich nicht alle Extras die damals im Katalog standen.
Wenn man vom Fabia nach BMW kommt, wird man sowieso erstmal überwältigt sein. Da ist selbst ein nackter BMW noch eine andere Hausnummer. Der hat nämlich zumindest ein Handschuhfach
.
Man selbst sollte wissen, was einem wichtig ist, oder was weniger wichtig.
- Schiebedach?
- Head-up-Display?
- Ausstattungsvariante (Basis, Advantage, Luxury Line, Sport Line, M Sport, BMW Individual)? Wobei auch in Basis sehr viele Extras aus dem Katalog wahlweise dazubestellt werden konnten.
- elektrische Sitze?
- Leder oder Stoff?
- Sitzheizung?
- Radio-Soundanlage? (es gibt von BMW auch ganz schlechte "Soundanlagen": Standard-Soundsystem)
- Navi?
Einen F30-Katalog aus der damaligen Zeit hast Du schon durchgeblättert (Internet)?
Ebenso Benutzerhandbuch?
Für die Besichtigung ausreichend Zeit investieren. Keine Hektik. Papiere anschauen. Anzahl Vorbesitzer. Macht das Auto auch bei näherem Hinschauen in die Details einen einigermaßen gepflegten Eindruck, oder ist der Aschenbecher z.B. voller Kippen? Das wäre dann ein ehrliches Raucherauto für Raucher. Ist irgendwo nachlackert worden? Ein Lackschichtdickemessgerät kann dabei helfen. Leute mit Ahnung erkennen oft auch nachlackierte Stellen am Auto beispielsweise an Klebekanten oder Sprühnebelresten. Wenn sehr gut lackiert wurde, sieht man das mit bloßem Auge nicht.
Probefahrt ohne Radio an, damit man alles besser hört. Sollte alles dann schön ruhig sein, außer wenn er auf laut getrimmt ist. Wenn möglich mal langsam fahren, vielleicht über Verkehrsberuhigungs-Bodenwellen. Auch mal schneller fahren und Lenkverhalten, Beschleunigung und Bremsverhalten testen - das Ganze selbstverständlich verkehrssicher. Vibriert das Lenkrad? Zieht das Lenkrad nach einer Seite?
Der Motor wird sich im Standlauf ein wenig nach Dieselmotor anhören - das ist normal. In den Motor kann man nicht reinschauen (außer Öleinfülldeckel), aber wurden die üblichen Wartungen regelmäßig gemacht?
Dieser Motor hat keinen Ölmessstab, sondern die Messung ist elektronisch und kann im Display angezeigt werden.
Welche Reparaturen wurden bisher gemacht? Gibt es eine notwendige Reparatur, die noch nicht gemacht wurde?
Falls man irgendwelche Zweifel an einem Angebot hat, dann sich höflich zurückziehen und weitersuchen.