Drosselung per Chip?

  • Servus,


    mein Traumwagen als erstes Auto wäre ein BMW 320d. Meinem Vater sind die 190ps jedoch deutlich zu viel. Gibt es eine Möglichkeit den Motor für den Anfang auf ca. 140-150ps zu drosseln? Wenn ja, was würde sowas kosten? Dann wäre mein Vater zufrieden, und ich hätte später doch nochmal ein wenig mehr "bums" unter der Haube, wenn ich erfahrener bin.


    Danke schon mal im Voraus

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  • Ich weiß nicht ob es technisch möglich ist, finde die Idee für sich aber ehrlich gesagt schwachsinnig.


    Ich gehe davon aus, dass Du volljährig bist, d.h. Du kannst doch selbst entscheiden wieviel PS Dein Auto haben soll.
    Sofern Du finanziell von Deinem Vater abhängig bist und dieser Dir kein Auto über 150 PS finanzieren will, dann lass Dir einen 316d oder 318d kaufen. Die haben für einen Fahranfänger wirklich genug Leistung und fahren alle über 200 km/h Spitze. Ich finde es auch bedenklich, ob man als Fahranfänger gleich fast 200 PS unter der Haube bewegen muss :rolleyes: . Mal abgesehen davon, dass - wie @der metty schon geschrieben hat - ein Auto für ca. 20.000,-€ schon aufgrund des hohen Wertes nichts für einen Anfänger ist. Die Gefahr, dass man das Teil zu Schrott fährt oder mal eben einen fetten Parkschaden verursacht, ist am Anfang einfach zu groß.


    Es ist wohl weniger Aufwand den Wagen dann in ein paar Jahren zu verkaufen und sich dann etwas größeres zu holen, wenn Du es Dir (selbst) leisten kannst...

    :acute:Mein roter Flitzer - 328i Touring in melbourne rot :acute:
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  • Das finanzielle ist mir egal. Das muss der Jung selbst ausbaden wenn es schief geht.


    Aber mal beim technischen bleiben.


    318d kaufen und später chippen wird deutlich einfacher sein als einen 320d zu drosseln.

  • Ihr vergesst die Perspektive des Fahranfängers. Natürlich soll der Chip raus wenn Papi nicht guckt um dann 190PS zu haben.
    Auf so ne Idee wäre ich Anfang 20 auch gekommen :D

  • Chap, das wäre in diesem Fall tatsächlich nichtmal mein Ziel gewesen.


    Ist denn das chippen von einem 318d empfehlenswert? Wie wirkt sich das auf die Lebensdauer aus, und ist der Unterschied stark zu einem echten 20d?

  • Ach, der kleine Esel sucht ein Auto. :rolleyes: Hast ihn infiziert?


    War bei meiner Tochter auch so. Sie hat sich dann doch bereit


    erklärt einen leistungsschwächeren Wagen zu nehmen. Es hat sich


    gelohnt, der erste Schaden hat nicht lange gedauert.


    Wenn er unbedingt einen BMW will wäre der 318 meiner Meinung nach


    komplett ausreichend.

  • Das sind im Prinzip die gleichen Motorblöcke. Chippen wird dem 318d nicht weh tun.
    Fahr erst mal 150PS und vorallem fahr erstmal SICHER Hinterradantrieb im Winter. ;-)


    Wie oft ich bei uns die blutigen Anfänger sehe, die im ersten Winder Ihren E36 oder E46 in den Graben werfen.
    Bei einem deutlich teureren F-Modell tut das finanziell mehr weh.
    Mein 2. Auto war ein E91 mit 163PS, das muss man erst mal bisschen beherrschen lernen. Gerade wenn man das kommende Heck nicht gewohnt ist.


    Grüße von einem 25 Jährigen der es nicht böse meint. ;-)

  • Wenn 190PS zu viel sind, macht ein 318d auf jeden Fall Sinn.


    Wenn es wirklich dein erstes Auto ist, würde ich vielleicht überlegen, erst einmal klein anzufangen beim E46 oder ähnliches. Da machst du nicht viel Verlust, falls doch was am Auto ist oder du ihn kaputt fährst.


    Chippen vom 318d sollte absolut kein Problem sein. Gerade die RaceChips beeinflussen die Lebensdauer nach meiner Erfahrung kaum, wenn man vernünftig damit umgeht. Dennoch besteht immer ein Restrisiko.
    Bedenken musst du nur, dass du beim 318d als Gebrauchten eigentlich nur Nachteile hast, meiner Meinung nach. Du zahlst gleich viel Steuern, der Verbrauch ist ähnlich, lediglich die Leistung ist geringer.


    Aber das ist nur meine Meinung, ob 318d oder 320d, N47 oder B47 sind sehr solide Motoren, mit denen man eigentlich nicht viel falsch machen kann.

    Grüße aus dem Weserbergland,
    Cedrik


    BMW F30 320d (2012) Modern Line

  • Leistung reduzieren durch Chiptuning ist möglich. Eco-Tuning, wo es um "Verbrauchsoptimierung" geht, bringt das zum Teil als Nebeneffekt mit sich, geht aber in gewissem Rahmen auch bewusst. Von der Stange findet man da aber eher nichts. Ich schließe mich den meisten meiner Vorredner aber absolut an, solange es um eine neue (gebrauchte) Anschaffung geht und es den 18d gibt, ist es technisch Unfug, einen 20d zu drosseln.


    Wirtschaftlich... Wenn man wirklich plant, die Kiste zeitnah zu tunen (wollen tun es viele, es dann wirklich machen ist was anderes), ist der 18d sicher Schwachsinn, Steuern und Wartung nahezu gleich. Geringerer Anschaffungspreis und Versicherung marginal günstiger.


    Ob ein 3er F30 der sinnvollste Einstieg ist und ob auch 150PS "notwendig" sind, steht sicher auf einem anderen Blatt. Hätte mich damals sicher auch nicht beklagt, habe letztlich aber 2 Klassen kleiner und die Hälfte der Leistung auch nie wirklich bereut.
    Immerhin ist der F30 durch die Tendenz zum Untersteuern und die Helferlein vergleichsweise einfach zu fahren. Hätte da bei so mancher alten Heckschleuder größere Bedenken was die Sicherheit des Nachwuchses angeht (das teurere Blech ist im Zweifelsfall eher zu verschmerzen).

  • Ich falle mal in den Chor ein:


    Das erste eigene Auto sollte etwas Preiswertes sein, bei dem man die sicherlich kommenden Beulen verschmerzen kann. Unser Nachbarsjunge hat einen nagelneuen Audi A1 bekommen und nach ein paar Tagen gleich die ersten Schrammen drin gehabt. Ich rede nicht von einem kapitalen Schaden, aber die vorab zitierten Parkrempler oder die "Ooops, da war die Einfahrt zum Parkhaus doch enger als gedacht"-Schrammen sind quasi vorprogrammiert.


    Mein Vorschlag ist daher noch etwas radikaler: Für's erste Jahr eine Möhre anschaffen, die man mit wenig Verlust wieder abstoßen kann, sich derweil auf den 320d freuen und den dann sicher(er) im Straßenverkehr bewegen. So würde ich das mit meinem Junior machen, wenn ich denn einen hätte.

  • Ich möchte an der Stelle doch mal Einsteigen. Ich hatte mir vor 5 1/2 (März 2015) Jahren mit 19 (zwei Monate vor meinem 20 Geburtstag) als ersten eigenen Wagen einen 316d Baujahr 09/2013 geholt für knapp über 20k. Ich war damals schon 1 1/2 Jahre im Beruf und hab aufgrund meiner Tätigkeit nicht schlecht verdient. Deswegen konnte ich mir den Wagen auch leisten und habe diesen auch komplett selbst bezahlt und versichert, ohne finanzielle Zuschüsse oder Prozente in der Versicherung durch die Eltern (deren Aussage war: "Du willst BMW fahren, da bezahl das auch selbst", eine Aussage die ich richtig finde)


    Diesen Wagen hatte ich bis letztes Jahr November, dann kam der 330d. Zugegeben, ich hatte 2015 den Führerschein schon zwei Jahre, fuhr jedoch aufgrund meines Berufes damals mehr zur See als auf der Straße.


    Die Behauptung ein Fahranfänger würde zeitnah Dellen oder Schrammen in sein Auto fahren, dass kann ich am Beispiel meiner Person beweisen, ist schlichtweg eine Verallgemeinerung und insofern nicht wahr. Die wahre Krux liegt darin, welche Wertschätzung der Wagen durch den Fahrer/Besitzer/Eigentümer erfährt. Das Problem liegt insofern darin, wie wichtig das Auto diesem ist. Wenn man etwas komplett selbst bezahlt mit seinem sauer verdienten Geld, hat das für einen selbst automatisch einen viel höheren Wert


    Zusätzlich ist für viele aus meiner Alterklasse und auch noch Jüngere, das Auto nur noch "Vorankommen" und mit keinerlei Emotion mehr verbunden. Klar gibt es auch noch die, für die das Auto zusätzlich noch Hobby und auch ein gewisser Teil des Lebensstil ist (wo ich mich mal dazu zähle), aber das ist heute nicht mehr die überwältigende Mehrheit.


    Habe fertig

    MfG
    Max


    „Mein Motor macht immer noch große Fortschritte."
    Rudolf Diesel

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