Allwetterreifen sinnvoll?

  • Auf meinem Smart fahre ich ich auch Ganzjahresreifen. Der fährt aber auch ca. 1.000km im Jahr und das zu 99,9% in der Stadt. Sollte es schneien, würde ich ihn stehenlassen. Für so ein Auto halte ich das für preislich sinnvoll. Bei meinem Erstfahrzeug würde ich nie Allwetter/Ganzjahresreifen fahren. Warum auch? Was habe ich davon? Im Sommer schlechtere Performance als ein Sommerreifen und im Winter schlechtere Performance als ein Winterreifen. Zudem habe ich quasi auch doppelten Verschleiß, da er ja dann das Ganze Jahr über gefahren wird. Für meinen Erstwagen würde ich immer dedizierte Sommer- und dedizierte Winterreifen fahren. Der einzige finanzielle Nachteil ist der Reifenwechsel, wenn man ihn nicht selbst machen lässt. Für mich ist es für einen Erstwagen, der einfach immer funktionieren muss, keine Alternative Allwetterreifen zu fahren. Ich sehe darin einfach 0,0 Vorteile, sondern eher Nachteile.

  • Es kommt immer darauf an wie du dein Fahrzeug benutzt. Wenn du, wie du schon gesagt hast, in der Stadt wohnst und mit wenig Schnee zu rechnen ist, warum sollte man sich dann auch noch einen Satz Winterreifen kaufen? Die Vorteile liegen doch klar auf der Hand
    - kein Reifenwechsel mehr
    - kein einlagern
    - nur ein Satz Felgen/Reifen
    Klar hast du auf das Jahr gesehen mehr Verschleiß, aber ob ich nun 2 Radsätze über 2 Jahre verbrauche oder ein Radsatz über ein Jahr macht ja wohl keinen Unterschied. Ansonsten kommt es ja auch auf den Hersteller an wie hoch der Verschleiß beim Reifen generell ist.
    Übrigens, der Sinn und Zweck von Allwetter Reifen ist, dass man damit auch im Schnee fahren kann und darf.

  • Es kommt immer darauf an wie du dein Fahrzeug benutzt.[...]


    Deswegen habe ich auf den Erstwagen verwiesen. Der Threadersteller fährt 30.000km im Jahr. Da fallen mir für Ganzjahresreifen keine Argumente ein.

  • Noch vor wenigen Jahren wurden Allwetterreifen hierzulande ein wenig belächelt
    und sogar von dem einen oder anderen Reifenhersteller als unsinnig
    abgetan.Ich denke die sind vor allem für Vielfahrer sinnvoll.

  • Lange waren Allwetterreifen nur ein Kompromiss mit Schwächen im Winter. Wenn man den Testberichten jedoch glaubt, hat sich bei den Herstellern einiges getan. Natürlich muss man sich weiterhin für einen akzent Somme oder Winter entscheiden. Ich fahre auch wieder Allwetterreifen, da ich bei meinen 30.000 km p.a. viel Stadt und Land fahre. Für die paar BAB Kilometer dazwischen brauche ich keine High Performance Sommerräder. Ich habe den 215/65 R16 Testsieger "Vredenstein Quatrac 5" als 225er R17 auf meinen Felgen. Mit den hervorragende Eigenschaften auf Schnee“, „ordentlicher Grip auf trockener und nasser Fahrbahn“ sowie „sehr niedriger Rollwiderstand“, gepaart mit xDrive, konnte ich noch keine Traktionsprobleme feststellen. Einzig beim Verschleiss bin ich noch skeptisch, aber das wird sich mit den kommenden Monaten zeigen.



    Belächelt wird man trotzdem ala "So eine fette Kare und keine extra Sommerräder?!" Ich habe die Entscheidung getroffen und benötige das bei dem Fahrzeug nicht...wofür ich mein Geld ausgebe, muss ich ja entscheiden und nicht die Gesellschaft :D :P

  • HALi: Wie ist die Geräuschkulisse bei den Quatrac 5? Ich habe gehört die sollen ziemlich laut sein.
    Kannst du das bestätigen?


    Ich spiele auch mit dem Gedanken mir Ganzjahresreifen zu holen und würde mich über einen kleinen Erfahrungsbericht freuen.

  • HALi: Wie ist die Geräuschkulisse bei den Quatrac 5? Ich habe gehört die sollen ziemlich laut sein.
    Kannst du das bestätigen?


    Ich spiele auch mit dem Gedanken mir Ganzjahresreifen zu holen und würde mich über einen kleinen Erfahrungsbericht freuen.

    Also ich hab mit Geräuschen keine Probleme. Was sollen das für Abrollgeräusche sein? Am lautesten ist der Fahrtwind...das kann der F1x geräuschetechnisch besser.

  • Bei einer jährlichen Fahrleistung von 30.000km spielt der Verschleiß sicher eine große Rolle bei der Frage nach pro und contra. Der Verschleiß von Ganzjahresreifen im Sommer ist deutlich höher als bei reinen Sommerreifen. Gerade schnelle Autobahnetappen oder kurvige Bergtouren lassen die weicheren Gummis schneller abnutzen.


    Ich bin kein knallharter Allwetterreifengegner und halte sie auch grundsätzlich für eine Option für Wenig- und Flachlandfahrer. Bei deinem Fahrprofil (was meinem Fahrprofil sehr ähnelt) würde ich mich definitiv für Sommer- und Winterreifen entscheiden.


    Je nach Fahrleistung, Fahrzeug und Antriebsart sollte man bedenken, dass man bei Ganzjahresreifen ein oder zwei mal im Jahr die Reifen von vorn nach hinten wechseln sollte (natürlich nicht bei Mischbereifung). Einige Fahrzeuge neigen zu Sägezahnbildung (i.d.R. an der nicht angetriebenen Achse), dem wirkt man durch den achsweisen Tausch entgegen. Außerdem fährt man so nicht irgendwann ein neues Paar Reifen und ein mehrere Jahre altes Reifenpaar, da ja die Reifen an der angetriebenen Achse schneller verschleißen.

  • ... Was sollen das für Abrollgeräusche sein? Am lautesten ist der Fahrtwind...das kann der F1x geräuschetechnisch besser.


    Ich habe im Internet ein paar Rezensionen gelesen und der einzige Kritikpunkt seien die etwas lauteren Abrollgeräusche. Deshalb frug ich nach diesem Punkt. Aber es scheint ja nicht so gravierend zu sein.



    Bei einer jährlichen Fahrleistung von 30.000km spielt der Verschleiß sicher eine große Rolle bei der Frage nach pro und contra. Der Verschleiß von Ganzjahresreifen im Sommer ist deutlich höher als bei reinen Sommerreifen. Gerade schnelle Autobahnetappen oder kurvige Bergtouren lassen die weicheren Gummis schneller abnutzen.


    Ich bin kein knallharter Allwetterreifengegner und halte sie auch grundsätzlich für eine Option für Wenig- und Flachlandfahrer. Bei deinem Fahrprofil (was meinem Fahrprofil sehr ähnelt) würde ich mich definitiv für Sommer- und Winterreifen entscheiden.


    Je nach Fahrleistung, Fahrzeug und Antriebsart sollte man bedenken, dass man bei Ganzjahresreifen ein oder zwei mal im Jahr die Reifen von vorn nach hinten wechseln sollte (natürlich nicht bei Mischbereifung). Einige Fahrzeuge neigen zu Sägezahnbildung (i.d.R. an der nicht angetriebenen Achse), dem wirkt man durch den achsweisen Tausch entgegen. Außerdem fährt man so nicht irgendwann ein neues Paar Reifen und ein mehrere Jahre altes Reifenpaar, da ja die Reifen an der angetriebenen Achse schneller verschleißen.


    Ich habe eine jahrlich Fahrleistung von guten 15.000 km im Jahr und bin auf meinem alten Golf IV auch immer mir GJ Reifen unterwegs gewesen, da der Winter im Münsterland selten ziemlich verschneit ist. Hinzukommt, dass ich keine eigene Garage habe um die Reifen einzulagern und der Keller oder ein Reifenhändler ist mir zu aufwändig. Deshalb versuche ich gerade du Pros und Cons zu bewerten.
    Fakt ist, dass ich zum Winter sowohl Winterreifen als auch min. zwei neue Sommerreifen für die nächste Saison brauche. Da liegt die Entscheidung für GJ Reifen sehr nahe.

  • Ich denke wenn du alle 10.000km die Reifen von vorn nach hinten und umgekehrt tauschst, solltest du das Thema ungleichmäßiger Verschleiß (vorn / hinten) sowie Sägezahnbildung im Griff haben.