Beiträge von Long-Tall-Ernie

    Ich habe solche Sachen noch auf Festplatte herumliegen. :)

    Wenn man sich richtig schlau machen möchte sollte man sich im Bereich Wohnmobil / Camping

    und Solar umsehen, da findet man meistens die besseren Infos.

    Die haben ein grosses Interesse ihre (kostspieligen) Batterien so lange wie möglich zu erhalten.

    Diskussionen um Ladespannungen, Ströme, Zyklen sind teils heftiger als hier beim Thema Öl :)


    Spannungsangaben auf den Hersteller-Webseiten sind die allgemeingültigen, die in den meisten

    Fällen auch so passen.


    Beim Auto hat man sowieso keinen Einfluss auf die Ladestrategie, man kann sich nur um die Batteriepflege

    kümmern. Dabei greifen dann die allgemeinen Herstellerangaben - also z.B. ein gutes Ladegerät benutzen

    und das richtige Ladeprogramm wählen, die Batterie bei Laune halten, nie tiefenentladen usw.


    Hab hier noch so eine Tabelle.

    Aber wir sollten hier nicht zu sehr abschweifen .....


    Wenn beim Themenersteller nicht durchgehend mit über 15 V geladen wird sollte es kurzfristig ok sein.

    Kann sein daß das so etwas wie eine Boost-Funktion ist, wie sie auch manche Ladegerätehersteller bei

    ihren Produkten verwenden.

    Dauerhaft so hoch wäre aber schädlich, da gebe ich dir absolut recht.

    Viele F30 Fahrer kennen daß Problem - an der vorderen Stoßstange bleichen mit den Jahren

    die Ziergitter rund um die Nebelscheinwerfer aus und bekommen eine bläulich-violette Färbung.

    Grund ist ein minderwertiger Kunststoff der nicht UV-beständig ist.


    Weil der Ausbau über den Zugang durchs Radhaus oder unter Demontage der Frontstoßstange

    erfolgt ist ein Austausch dieser Leisten etwas aufwendiger.

    Ich habe daher heute mittels einem Heißluftfön ausprobiert ob sich der Kunststoff wieder zu alter

    Färbung bringen lässt - mit Erfolg.


    Es klappt ganz einfach durch Erhitzen. Hierbei sollte man aber sehr vorsichtig und mit viel Gefühl

    vorgehen damit kein Kunststoff verbrennt oder sich verformt.

    Man sollte Geduld haben und nicht übermütig werden. Den Heißluftfön nicht auf volle Stufe stellen

    und nicht zu nah an den Kunststoff gehen. Ungeduld führt zum Mißerfolg.


    Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nach der Prozedur wurde mit Autopolitur nachgeholfen, eine

    Kunststoffversiegelung wird später noch aufgetragen. Die Teile sehen wieder aus wie lackiert.


    Bild 1 zeigt die Zierleisten im vorherigen Zustand.

    Bild 2 nach der Behandlung mittels Heißluftgebläse und Autopolitur.


    Ein wirklich schneller und kostengünstiger Weg, um sich nicht mehr über den täglichen Anblick

    der verfärbten Zierleisten ärgern zu müssen. Eigentlich ist dies mehr ein Tip als eine Anleitung :)


    vorher.jpg



    Nach Behandlung.jpg





    Wie Neu



    20260307_173445.jpg

    Die erhöhte Ladespannung von 15 V soll auch nicht dauerhaft anliegen.

    Wichtig ist zum Ende hin dass die Ladeschlußspannung passt und im Bereich des Herstellers liegt.


    Was meinst denn was passiert wenn du bei einem Ladegerät die "Recond" Funktion einschaltest

    um alte Batterien aufzufrischen ? Da wird mit bis zu 16 V geladen.

    Allerdings ist das kurzzeitig schon schädlich und ist nur für Blei/Säure Batterien gedacht um sie noch

    einmal irgendwie ins Leben zurück zu holen.

    Bei einer AGM darf dieses Programm ohnehin niemals genutzt werden, davon gehen sie kaputt.


    Untenstehendes Diagramm zeigt einen Standard-Chart für AGM Batterien.

    Basis sind 25 Grad Celsius

    Bei einem 12 V System kann man der Tabelle entnehmen um wieviel Volt die ursprüngliche

    Ladespannung angehoben werden muss. Gesagt wurde daß das Auto in einer 6 Grad kalten

    Garage stand. Gemäß der Tabelle werden bei 0 Grad Umgebungstemperatur 0,6 V aufgeschlagen und bei

    10 Grad sollen es 0,36 V sein.

    Mit 6 Grad liegt man irgendwo dazwischen. Nehmen wir aber mal den optimistischeren Wert von 10 Grad an,

    denn die Autobatterie ist ja im Kofferraum und vielleicht nicht ganz so kalt geworden wie die Umgebung.


    Dann wären das: 14,7 V Herstellerangabe zzgl. 0,36 V Kompensationsspannung = Ladespannung von 15,06 Volt.

    Das passt also schon so.


    2026-03-07_200247.png

    Nur so (siehe Bild) - bezieht sich auf eine herkömmliche Blei-/Säure Batterie, kann

    aber auf AGM Batterien 1:1 übertragen werden, mit dem Unterschied daß die AGMs

    halt noch einmal mit 14,7 V statt 14,4 V geladen werden.


    Ich glaube jedenfalls nicht daß mit dem Generator etwas nicht stimmt.


    Gute Batterieladegeräte haben eine eingebaute Temperaturkompensation.

    Und beim BMW selbst wird auch die Batterietemperatur erfasst und die Ladekurve

    entsprechend angepasst.

    15 V können schon normal sein.

    Die vorgegebene Ladespannung einer Batterie bezieht sich meist auf 20 Grad Umgebungstemperatur.

    Bei kühleren Temperaturen werden die Ladespannungen etwas angehoben.


    Beispielsweise jetzt im Winter konnte ich das an meinem Victron Batterieladegerät sehen.

    Als es draussen kalt war hat das Ladegerät mit 15,2 V geladen. Bei milderen Temperaturen

    ging es wieder runter auf 14,75 V. Das nennt sich "Temperaturkompensation".


    Wenn die Batterie dann auch noch sehr tief entladen ist, sind 15 V normal. Über die Leitungen

    bis zur Batterie geht auch noch ein wenig Spannung verloren. Dann die Frage wie genau das Meßgerät

    überhaupt ist. Gerade wenn es um Millivolt oder dem genauen Messen von Ladungsspannungen geht braucht

    man etwas genaues. In der Regel weichen Standardmeßgeräte um 2-3 Prozent ab.


    Wichtig ist nur daß diese 15 V irgendwann auch mal wieder runter gehen.



    P.S. Hab mir dein Video angesehen.

    Schalte bei deiner Messung doch mal ein paar starke Verbraucher ein, beide Sitzheizungen und die

    heizbare Heckscheibe und das Licht. Beobachte dann die Spannung an der Batterie.

    Wenn von BMW ein Austauschmotor geordert wird bekommt man ein nagelneues Aggregat ohne

    die weiteren Anbauteile (so kenne ich es jedenfalls).


    Dann gibt es noch "generalüberholt" bzw. "revidiert", wobei der Umfang dann immer so eine

    Auslegungssache ist und man nie weiß was da alles erneuert wurde. Ist mehr Vertrauenssache

    wenn man sich so etwas bei einem Instandsetzer besorgt.


    Joah und dann eben noch ein Gebrauchtmotor.

    Das wäre die günstigste Lösung. In der Regel fährt das dann auch erst einmal wieder einwandfrei

    und alles ist noch aus einem Guss. Idealerweise kauft man sich sowas aus seriöserer Quelle, meist

    mit 1 Jahr Garantie oder - noch besser - wenn der Motor sich noch im Spenderfahrzeug befindet und

    man diesen kurz laufen lassen kann oder gar Kompression misst.


    Die Frage ist hauptsächlich wie lange das Auto denn überhaupt noch selber gefahren wird ?

    Wenn die Kiste erst einmal wieder (günstig) laufen soll und nur noch zwei oder drei Jahre gefahren wird

    dann wäre es besser einen Gebrauchtmotor einzubauen. Mit kaputten Motor ist der Bock nichts mehr wert.


    Möchte man den Einbau selber vornehmen (mit Kumpel bei entsprechender Infrastruktur) kann man bei

    der Gelegenheit ja noch die Ölwanne abnehmen und fix die Lager erneuern bevor die Maschine ins Fahrzeug kommt.

    Dann ist man etwas beruhigter :-).

    Wenn die Kompression gut ist muss man sonst ja eigenlich nichts weiter machen ausser Lagerschalen tauschen

    und den Motor einbauen.

    Manchmal kann man Glück haben, dann ist vielleicht nur eine Peuellagerschale durch.

    Da tauscht man direkt alle aus und gut.

    Richtig fette Späne hast bei einer defekten Lagerschale eigentlich nicht, sondern eher so einen

    feinen metallischen Schlamm, der sich mit ein paar Ölspülungen beseitigen lässt. Vieles davon bleibt

    bereits im Ölfilter hängen.


    Aber bei einem so modernen Motor hat man bei den ganzen Anbauteilen und Aggregaten schon

    ein hohes Risiko ob danach wirklich Ruhe ist.


    Wenn die Kurbelwelle auch schon Riefen bekommen haben sollte oder ggf. blau angelaufen ist, dann

    ist sowieso Ende, weil es dann richtig teuer würde den Motor instand zu setzen.

    Sofern man mit dem Lagerschaden nicht zu lange gefahren ist, kann man so einen Motor schon

    noch kostengünstig instandsetzen - wenn es wirklich nur ne Lagerschale war.


    Würde mir vielleicht besser eine vertrauenswürdige Werkstatt suchen die gebrauchte Motoren

    anbietet und auch den Einbau macht. Das Auto also mit einem Gebrauchtmotor weiterfahren.

    Ist wahrscheinlich der beste Kompromiss zwischen "Viel Geld bei BMW für nen ATM lassen" und "Instandsetzung + Restrisiko".

    So wie es schon TheBMW geschrieben hat - hol dir am besten so eine Universal-Sitzauflage mit Heizung.

    Wenn du Glück hast, hast noch ne 12V Steckdose im Beifahrerraum unter dem Handschuhfach, dann bekommst keinen

    Kabelsalat auf der Mittelkonsole und die ganze Geschichte lässt sich kabeltechnisch ein wenig unauffälliger verstauen.


    Für den Winter reicht das doch. Ist doch völlig egal wenn das etwas blöd aussieht.

    Manch einer hat ja auch irgendwelche (hässlichen) Winterräder aufgezogen, dann spielt die Sitzmatte keine Rolle mehr :)


    Zum Sommer hin schmeisst du die Matte wieder raus und fertig.


    Ich bin mir sicher daß sich sicher auch etwas finden lässt was ganz ok ausschaut.

    Solange du kein Saugnapf-Navi an die Scheibe pappst und Holzkugel-Sitzauflagen verwendest passt das schon. :)