Umstieg zu BMW

  • Naja, meiner Meinung nach hat man mit Diesel nicht mehr so grosse Vorteile wie früher.

    Was Sparsamkeit angeht, da sind Benziner mitterweile bald genau so gut, aber unkomplizierter von der Technik,

    insbesondere was die Abgasreinigung angeht.

    Kraftstoffkosten - wie man akutell sieht - gerade sogar höher als Benzin. Steuern sowieso.

    Leistungsentfaltung aus unteren Drehzahlen können Benziner ebenfalls sehr gut und bei der Abgasuntersuchung

    hat man auch etwas weniger Stress als bei Benzinern (siehe das Thema "Partikelanzahl und nicht bestandene AU".


    Aber mit dieser Aussage könnte ich jetzt wahrscheinlich auch wieder eine heftige Diskussion auslösen :)

    Das ist nur meine Meinung dazu.

    Ich seh das gerade auch bei einem Freund von mir, der eine super gepflegte S-Klasse (3 Liter Diesel) mit

    nahezu Vollausstattung in einem 1A gepflegten Zustand verkaufen möchte.

    Wegen Euro 5 Norm bekommt er das Auto nicht zu einem akzeptablen Preis an den Mann.

    Bei Benzinern spielt das zum Glück noch nicht so eine grosse Rolle.


    In der heutigen Zeit würde ich nicht viel Geld in einen Diesel investieren, ausser man braucht wirklich diese

    Eigenschaften wie "extreme Reichweite" und "Lasten ziehen".

    Alles andere packen Benziner eigentlich genau so.

  • Ich gebe dir auch in allen Punkten Recht. Diesel haben keinen wirklichen Vorteil (mehr).


    Und wenn ich so darauf herum denke geht es mir auch primär um die Motorcharakteristik. Ich mag Diesel einfach, mal davon ab, dass keine "guten" Benziner in meiner Nähe verfügbar sind. Zumindest nicht vergleichbar mir dem aktuellen Angebot :| Bei Benziner würde ich auf jeden Fall auch eher auf einen 6 Zylinder setzen. Meinen 320i E30 mochte ich schon sehr, 2011.

  • E30 320i war toll von der Laufruhe. Ruhiger als der 325i (hatte selber 18 Jahre lang einen).

    Aber E30 320i zieht leider keinen Hecht vom Teller und säuft genauso wie der grosse Bruder.

    In Sachen "Seidenweicher Motorenklang" war der 320i besser.


    Ja, stimmt schon. Gute Benziner findet man nicht mehr so einfach. Dazu sind sie teurer, Diesel werden

    einem eher hinterhergeworfen. Merkt man schon in der Portalsuche - wählt man "Diesel" als Antrieb ab,

    reduziert sich die Zahl verfügbarer Fahrzeuge deutlich. Wenn du auf 6-Zylinder Benziner umschwenkst wirst

    du ein etwas höheres Budget ansetzen müssen.


    Meinen F31 320i musste ich auch lange suchen bis ich dann einen wirklich guten fand der nicht total überteuert war.

    Mittels MGFlasher Software und ein paar anderen Modifikationen ist er aber perfekt (für mich).

    Auch aus unteren Drehzahlen schön kraftvoll und trotzdem sparsam.

    Gute Alternative wäre sonst ein 330i - nicht so teuer wie ein 6-Zylinder Benziner, trotzdem bärenstarkes, sparsames

    Triebwerk.

  • +1 Benziner


    Klar nicht ganz so viel Drehmoment auf dem Papier, aber die kürzere Übersetzung mit dem längeren Drehzahlband macht das locker wieder wett. sieht man ja daran, dass die 184PS Benziner genauso schnell beschleunigen wie die 190 PS Diesel. Und obendrauf gibt es noch einen deutlich besseren Klang, der bissel Varianz übers Drehzahlband hat.


    Trotzdem glaube ich, dass man mit dem Benziner sicherlich mehr verbrauchen wird. unser 1er mit dem B48 braucht in der Stadt 9-10l. Ich denke der Diesel schafft da bestimmt eher so 7l. Autobahn sind wir bei 7l und das kann der Diesel bestimmt auch nochmal unterbieten. Aber mit dem Benziner hat man Abgasseitig einfach null Stress. Am besten einfach mal Probefahren.


    330i finde ich da auch den besten Kompromiss. Denn im 20i ist der B48 stark kastriert, was man so ab 5000 Umdrehungen auch deutlich merkt. Und der 30i wird kaum mehr verbrauchen als der 20i.

  • Der G21 320d für den Alltag hat im Schnitt 6,7l stehen, obwohl wir hier eine freie AB haben auf der er regelmäßig 180 Tempomat fahren darf :) Trotzdem ist es keine Freude mehr, alle 100 000km die AB zu reinigen und im worst case den Einlass zu strahlen. Beim N57 530d war vor ca. 7 Jahren bei 150 000km die Steuerkette hin - die Ansaugbrücke sah schon richtig übel aus. Bei meinem e92 (M57) hatte ich damals bezüglich AGR noch auf maximale Frischluft gestellt, seitdem war damit schluss, aber ich weiß nicht, ob man damit heute noch Erfolg hat. Würde vermutlich auch eher einen Benziner kaufen, die Folgekosten sind mit DPF, AGR und ASB reinigen nicht zu vernachlässigen, auch wenn es erstmal toll ist, immer einen geringeren Verbrauch im BC zu sehen.

  • Unter 30k KM Fahrleistung p.A. würd ich keinen Diesel kaufen. Mehr mögliche Probleme durch DPF, AdBlue und AGR hat man dann zusätzlich auch noch. Und die lassen sich beim EU6 nicht mehr so leicht lösen wie früher beim EU5.

  • Ansich ist Diesel ja ganz cool, leider nur total kaputtreguliert was das Abgas-Geschisse angeht.

    Die Kisten sind zwar recht sparsam, aber irgendwann holen sich diese Fahrzeug alle Ersparnisse wieder zurück,

    aus den Gründen die hier schon beschrieben wurden.

    So als Faustformel kann man eigentlich grob sagen, daß sobald es sich um Diesel- und / oder Allradfahrzeuge handelt

    der Aufwand beim Schrauben als auch die Kosten grösser sind.


    Wenn der tägliche Arbeitsweg sehr lang ist, oder es wird mehrmals im Jahr mit Wohnwagen über weite Strecken in

    den Urlaub gefahren, ja dann ist so ein Vehikel wahrscheinlich die bessere Wahl.