Kaufberatung F30 330i B48

  • Moin zusammen,


    bei meinen Recherchen bin ich auf dieses Forum gestoßen und erhoffe mir etwas Hilfe von euch (erfahreneren) BMW Fahrern.


    Kurz zu mir ich heiße Adrian, bin 22 Jahre alt und fahre seit 3 Jahren einen 2010er Skoda Fabia mit 100 PS und absolut Null Ausstattung (keine Klima und nicht mal Handschuhfach ^^).

    Da ich mir nun das nötige Kleingeld zusammengespart habe, soll nun endlich mal ein schönes Auto mit mehr Leistung her. Weil ich schon immer BMW Fan bin, liebäugle ich mit der F30 Reihe.


    Bei meinem Budget von 20.000€ (gerne weniger :P) fällt leider der 340i raus, genauso wie der 335i. So nen R6 wäre schon ein Träumchen aber die 35er sind leider ganz viele in Litauen reparierten US Importe, haben zu viele km oder sind schlichtweg über meinem Budget.


    Bleibt also nur ein (günstigerer) Vierzylinder, sprich 320i Facelift oder 330i als Alternative. Weil man über den N20 ja nur Negatives hört und ich mir kein finanzielles Grab schaufeln will, denke ich, dass der B48 mit 252 PS perfekt für meine Anforderungen ist, und ganz ehrlich die Leistung reicht locker für mich aus.


    Ich durchforste nun seit ein paar Tagen Kleinanzeigen und Mobile de, aber ich weiß noch nicht so Recht worauf ich achten soll. Habe jetzt immer ab Erstzulassung 2015 gefiltert, unter 120.000 km, Limousine, Benziner. Aber worauf soll ich z.B. bei der Ausstattung achten? Woran erkenne ich, ob ein Auto Wartungsstau hat oder ein Vorbesitzer sich evtl. nicht gut um das Auto gekümmert hat? Und was sind bekannte Schwachstellen die ich beachten sollte auch evtl. bei einer Probefahrt?


    Danke schonmal fürs Lesen und ich freue mich auf Antworten :)

    LG

  • Im großen und ganzen kannste beim B48 nicht viel falsch machen, gegenüber seinem Vorgänger N20. Der bisher gängigste Fehler ist ist wohl der brechende Anschlussstutzen der Kühlmittelleitung. Ist jetzt aber auch kein Beinbruch. Ansonsten kommt es bei der Ausstattung eben auf dich an, was du gerne hättest oder möchtest. Da gibts zig verschiedene Meinungen. Was vielleicht empfehlen würde, wenn du kein Allrad braucht lass den xDrive weg denn der kann nur unnötig Probleme machen. Es gab hier aber auch schon ein zwei threads für ne "Kaufberatung" bezüglich B48, einfach mal in die Suche eingebeben und durchlesen.

  • Ölfiltergehäuse kann bei ca. 100-120.000 Km undicht werden (darüber fließt auch das Kühlmittel) und dann hast du im worst case die Hälfte der heissen Brühe plötzlich auf dem Asphalt, das Gehäuse ist aus Plastik und unterliegt einem permanenten Alterungsprozess und thermischen Schwankungen... Geh' einfach davon aus, dass bei der Zielgruppe der 10-jährigen Autos viele Plastikteile/Verbindungen/Dichtungen, die mit Betriebsflüssigkeiten zu tun haben einfach altersbedingt zu den Probs führen können... Aber sonst ist der Motor bei der guten Pflege stabil...

  • Ölfiltergehäuse kann bei ca. 100-120.000 Km undicht werden (darüber fließt auch das Kühlmittel) und dann hast du im worst case die Hälfte der heissen Brühe plötzlich auf dem Asphalt, das Gehäuse ist aus Plastik und unterliegt einem permanenten Alterungsprozess und thermischen Schwankungen... Geh' einfach davon aus, dass bei der Zielgruppe der 10-jährigen Autos viele Plastikteile/Verbindungen/Dichtungen, die mit Betriebsflüssigkeiten zu tun haben einfach altersbedingt zu den Probs führen können... Aber sonst ist der Motor bei der guten Pflege stabil...

    Hast du nen Link dazu dass das sooo oft passiert? Mir ist bisher nichts bekannt dass das ein Serien bzw. häufiger Mangel ist.

  • USA-Reimport ist schon mal ausgeschlossen - prima!


    Wenn man noch nicht so viel "Ahnung" von Autotechnik hat, ist es vielleicht sinnvoll, jemanden mit Fachkenntnissen zu Besichtigung mitzunehmen.

    Das kann ein Bekannter sein, oder aber auch ein Automechaniker aus einer Werkstatt, die man kennt. Einfach mal dort fragen, ob jemand gegen einen Obolus bereit ist, in seiner Freizeit mit Rat zur Seite zu stehen.

    Vielleicht kann auch jemand aus dem Forum Dich unterstützen, der in Deiner Region wohnt.

    Alternativ kann auch mal beim TÜV vorbeigefahren werden und das Auto wie bei einer Hauptuntersuchung begutachtet werden. Die Kosten dafür solltest Du dann übernehmen.


    Den Verkäufer mit allen möglichen sinnvollen Fragen konfrontieren, oder wenn einem keine Fragen einfallen, soll er einfach mal die ganzen Funktionen seines Auto erklären. Dabei kann man dann auch den Verkäufer ein bisschen abschätzen.


    Man braucht vermutlich nicht alle Extras die damals im Katalog standen.

    Wenn man vom Fabia nach BMW kommt, wird man sowieso erstmal überwältigt sein. Da ist selbst ein nackter BMW noch eine andere Hausnummer. Der hat nämlich zumindest ein Handschuhfach :grin:  :applaus: .

    Man selbst sollte wissen, was einem wichtig ist, oder was weniger wichtig.


    - Schiebedach?

    - Head-up-Display?

    - Ausstattungsvariante (Basis, Advantage, Luxury Line, Sport Line, M Sport, BMW Individual)? Wobei auch in Basis sehr viele Extras aus dem Katalog wahlweise dazubestellt werden konnten.

    - elektrische Sitze?

    - Leder oder Stoff?

    - Sitzheizung?

    - Radio-Soundanlage? (es gibt von BMW auch ganz schlechte "Soundanlagen": Standard-Soundsystem)

    - Navi?


    Einen F30-Katalog aus der damaligen Zeit hast Du schon durchgeblättert (Internet)?

    Ebenso Benutzerhandbuch?


    Für die Besichtigung ausreichend Zeit investieren. Keine Hektik. Papiere anschauen. Anzahl Vorbesitzer. Macht das Auto auch bei näherem Hinschauen in die Details einen einigermaßen gepflegten Eindruck, oder ist der Aschenbecher z.B. voller Kippen? Das wäre dann ein ehrliches Raucherauto für Raucher. Ist irgendwo nachlackert worden? Ein Lackschichtdickemessgerät kann dabei helfen. Leute mit Ahnung erkennen oft auch nachlackierte Stellen am Auto beispielsweise an Klebekanten oder Sprühnebelresten. Wenn sehr gut lackiert wurde, sieht man das mit bloßem Auge nicht.


    Probefahrt ohne Radio an, damit man alles besser hört. Sollte alles dann schön ruhig sein, außer wenn er auf laut getrimmt ist. Wenn möglich mal langsam fahren, vielleicht über Verkehrsberuhigungs-Bodenwellen. Auch mal schneller fahren und Lenkverhalten, Beschleunigung und Bremsverhalten testen - das Ganze selbstverständlich verkehrssicher. Vibriert das Lenkrad? Zieht das Lenkrad nach einer Seite?


    Der Motor wird sich im Standlauf ein wenig nach Dieselmotor anhören - das ist normal. In den Motor kann man nicht reinschauen (außer Öleinfülldeckel), aber wurden die üblichen Wartungen regelmäßig gemacht?

    Dieser Motor hat keinen Ölmessstab, sondern die Messung ist elektronisch und kann im Display angezeigt werden.


    Welche Reparaturen wurden bisher gemacht? Gibt es eine notwendige Reparatur, die noch nicht gemacht wurde?


    Falls man irgendwelche Zweifel an einem Angebot hat, dann sich höflich zurückziehen und weitersuchen.