Schliesse mal an die Batterie eine kleine Last (z.B. eine 12V H4 Glühlampe o.ä.) an und messe die Spannung.
Im Leerlauf können Batterien erst mal tolle Werte liefern, aber wehe sie werden ein wenig belastet.
Bricht die Spannung bereits bei einer kleinen Last sichtbar ein, ist sie tot.
Mit 12 V hast du gerade mal so 50% deiner Kapazität. Das ist, wie nexo schon schrieb, viel zu wenig.
Vor allem weil es direkt nach dem Aufladen und im unbelasteten Zustand so wenig ist.
Die Batterien sollten nur bis höchstens 40% ihrer Kapazität entladen werden, alles darunter schadet dauerhaft.
Hier befand sich die Batterie ja bereits.
Auch wenn sie jetzt neu war, wenn so ein Teil einmal richtig tiefenentladen wurde kann sie direkt schon
vollständig kaputt sein - mindestens aber hat sie jetzt deutliche Kapazitätseinbußen.
Das Regenerationsprogramm vom Ladegerät macht nichts anderes als die Batterie kontrolliert mit einer
Überspannung aufzuladen, so daß sie in den Bereich des Gasens gelangt und der Elektrolyt quasi leicht
anfängt zu kochen. Dies bewirkt daß Sulfatablagerungen an den Bleiplatten durch entstehende Gasblasen
abgelöst werden und die Batterie wieder funktionsfähig wird.
(Sulfatablagerungen bekommst du übrigens durch Tiefenentladungen.)
Die Regeneration ist ein absolutes "Ich hab nichts mehr zu verlieren - Notprogramm" und sollte nur im
absoluten Notfall angewandt werden. Die Batterie altert durch Nutzung solcher Ladeprogramme noch
einmal merklich.
Weiterhin ist dieses Programm NICHT für AGM Batterien geeignet. Die AGMs sind anders aufgebaut und
haben ihr Elektrolyt in Flies gebunden, was sie für den Einbau praktisch lageunabhängig macht, während
eine normale Blei-Säure Batterie dann auslaufen würde.
Das Regenerationsprogramm ist für AGM Batterien tödlich.
Man sollte es auch nicht unbedingt anwenden während die Batterie noch mit der Bordelektronik verbunden ist,
da teils Ladespannungen von über 16 V auftreten können. Nicht so toll für Steuergeräte.