Kein TÜV wegen angeblich falscher Reifengröße?

  • Zunächst einmal vielen lieben Dank für eure zahlreichen Antworten.


    nexo

    An sich hast du ja Recht. Der TÜV Prüfer macht nur seinen Job. In der Hinsicht verstehe ich das ja auch. Aber wenn doch die Reifen für einen F30 320d N47N 3D31 freigegeben sind, warum darf ich sie dann nicht fahren? Das verstehe ich nicht.


    master_p

    Was das 5H100 bedeutet, weiß ich nicht. Das sind die Werte, die bei Modellbezeichnung im Fahrzeugschein/Brief stehen. Und von 3D31 gibt es wohl verschiedene Varianten. Nur im ETK steht nur die Freigabe für 3D31, nicht 3D31 5H100. Aber 3D31 ist doch in meinen Augen 3D31?

    Ja mein Fahrzeug ist kein ED und Erstauslieferung Deutsch.


    marcus_zenki_s14

    Ja so dachte ich mir das auch. Die sind aus dem ETK und für den 320d freigegeben. Ich habe mir niemals Gedanken darüber gemacht, dass das zum Problem werden könnte.


    Nemec

    Ja so sehe ich das auch. Im Schein steht nur die Standardgröße drin. Wie gesagt, niemals gedacht, dass das zum Problem wird.


    hildesheimer01

    Ja ich habe mir auch überlegt einfach zu BMW zu fahren. Die sollten es ja wissen.



    Anbei muss ich euch aber auch Neuigkeiten mitteilen.

    Der TÜV Prüfer hat wohl heute noch mal direkt in München angerufen und die meinten, dass die Größen in der COC ausschlaggebend sind und die keine Gutachten ausstellen. Grundsätzlich wären die Reifen auf dem Fahrzeug aber erlaubt.


    Nur der TÜV Prüfer verlangt ausdrücklich ein Gutachten, dass diese Reifen zulässig sind. Ich verstehe es nicht. Das sind Teile aus dem ETK, die für mein Fahrzeug freigegeben sind? Was kann mit meinem Fahrzeug schreckliches passieren, wenn ich diese Räder weiter fahre und sie nicht im Schein stehen?


    Es ist mir aber ehrlich gesagt zu blöd, die Räder einzutragen. Demzufolge müsste ich das selbe ja auch mit den Sommerrädern machen. In meinen Augen ist alles 100% legal an dem Fahrzeug. Vielleicht hätte ich einfach nicht zum örtlichen TÜV sondern direkt zu BMW fahren sollen. Mein Fahrzeug war ja schon oft bei denen zum Service. Wenn die Räder illegal sein sollen, wäre das ja wohl jemandem aufgefallen.


    Ich habe jetzt also drei Optionen:

    1. Ich lasse die Räder eintragen beim örtlichen TÜV, was ich aber nicht einsehe, da sie laut ETK für mein Fahrzeug freigegeben sind

    2. Ich fahre zu einem anderen TÜV. Ist aber auch Schwachsinn, weil das preislich beim selben rauskommt

    3. ich besorge mir, damit der TÜV Prüfer zufrieden ist, 16“ Räder. Ich habe den alten Satz davon sogar noch im Garten liegen, allerdings sind zwei Räder abgefahren. Bei ebay wohl mal nach zwei Reifen schauen und diese dann für den TÜV aufziehen? Oder jemanden kennen, der jemanden kennt, der auch einen F30 fährt und mir für den TÜV seine reifen leiht? :D


    Ich halte das wirklich für schlimm und es regt mich tierisch auf. Ich kümmere mich immer um mein Fahrzeug, verbaue immer Originalteile, achte immer auf alle Freigaben und kümmere mich immer darum, dass alle Teile ordnungsgemäß funktionieren. Und dann fährt man zum TÜV, der dann absolut nichts bemängelt, dann am Ende aber noch einmal um die Ecke kommt und sagt: „Deine Räder sind illegal!“


    Ich denke, ich werde mich für Option drei entscheiden und versuchen, günstig Räder zu schießen und sie für den TÜV aufzuziehen.

    Wenn die Plakette dann drauf ist, ziehe ich meine illegalen 18“ Räder für den Sommer drauf.

  • Nachtrag:

    BimmerBabo

    Ja ich sehe das auch so. Originale Reifen ohne Eintragung, keine Ahnung, wo das Problem ist.


    chief

    Der Vorschlag ist gar nicht so verkehrt. Wenn ich Zeit habe, fahre ich vielleicht wirklich noch bei BMW vorbei und zeige denen die COC und alles.

  • Grundsätzlich ist es kein Problem diese Räder zu fahren. Passen ja auch ohne Probleme.


    Suche die Räder mal im etk zusammen mit deiner VIN,ob die dann auch als passend aufgeführt werden.


    Oder gib mal deine vin. Dann schau ich



    Das coc ist halt ausschlaggebend. Und das ist nicht nur bei BMW so.

  • Aber wenn doch die Reifen für einen F30 320d N47N 3D31 freigegeben sind, warum darf ich sie dann nicht fahren? Das verstehe ich nicht.

    Laut welchem Dokument sind sie das denn? Zulassungspapiere sagen Nein, TÜV-Computer sagt Nein … da hat der Prüfer leider nichts in der Hand, was diese Aussage untermauert.

    Lässt dich damit vom Hof fahren, wirst an der nächsten Ecke angehalten, sagst „TÜV hat OK gesagt“ und der Streit geht los. (die Wahrscheinlichkeit dafür ist sicherlich verschwindend gering, aber nicht Null)


    Entweder die Papiere haben Recht, dann sind sie für genau dieses Modell eben nicht zugelassen oder die Papiere sind falsch, so viel mehr Möglichkeiten gibt es ja nicht. Detektivarbeit, warum das eine oder andere so ist, wie es ist, ist müßig.


    Ich würde eine formale Anfrage an die BMW KB stellen mit bitte um belastbare Auskunft über zulässige Rad/Reifenkombinationen für die Fahrgestellnummer.

    Parallel dazu den Prüfer fragen, was er zur Eintragung benötigt. Scheinkopie eines anderen 320d, Vergleichsgutachten irgendeiner Zubehörfelge gleicher Größe, gestempelte Katalogseite vom BMW Händler, … die üblichen Verdächtigen.

    Was immer davon zuerst zum Ziel führt.

  • Ich kann nicht wirklich viel zu dem Thema beitragen. Ich selber habe ja einen frühen 320i aus 2012. In meinem Fahrzeugschein stehen auch nur 16 Zöller. In der COC stehen aber alle Größen bis 19 oder sogar 20 Zoll. Selber fahre ich 18 Zöller und noch nie hat sich ein Tüv Prüfer dafür interessiert. Daher gehe ich von einer fehlerhaften Coc aus. Ich würde zu Bmw (am besten zu einer Niederlassung) fahren und um Klärung bzw Eintragung bitten. Ich denke das ist der einfachste Weg. Anbei ein Scan meiner freigegebenen Rad Reifen Kombinationen. Vielleicht hilft es ja.

  • Schick mir mal die letzten 7 Ziffern deiner FIN, dann schau ich mal was in der Ausstattungsliste steht und ob da ggf. etwas drin steht. Gerne per PN

  • Ich hab eine ähnliche Geschichte hinter mir mit den 20" in Styling 404. Diese sind bei mir auch nicht in den COC drin gewesen (nur bis 19"), obwohl BMW die als passend führt. Lange Rede, kurzer Sinn: Ich hab die extra eintragen lassen (müssen), da diese Größe schlicht und ergreifend nicht homolgiert war bei Auslieferung.


    Wenn selbst in den COC keine größeren Räder als 16" drin stehen, ist es vollkommen egal, ob es ein EDE, Import oder sonstwas ist und was BMW als passend und nachrüstbar anbietet. Dann dürfen ohne Eintragung (auch einer Serienfelge!) keine anderen Räder gefahren werden.

  • Was ist denn, wenn man das COC nicht mehr hat?


    ich glaube mein 3er ist das erste AUto, wo ich so ein Papier habe. Bei den ganzen anderen (alle mit 3 oder mehr Vorbesitzern) ist das längst nicht mehr vorhanden.

  • Kannst beim Hersteller oder über eine Niederlassung/Händler neue Dokumente anfordern. Ob BMW dafür irgendeine Gebühr verlangt, weiß ich nicht.

    Was drin steht, ist bei der Zulassungsstelle ja kein Geheimnis, es gibt auch keine Pflicht, das Papier mitzuführen, schränkt die allermeisten also nicht wirklich ein, keins zu haben. Bisher hat es der Prüfer bei der HU und bei zusätzlichen Eintragungen immer selbst geschafft, die zulässigen Größen aus dem System zu ermitteln, Papier liegt seit Erwerb bei der ZB2 im Safe.

  • Die Daten, die im COC drin stehen, sind die gleichen, die sowohl Behörden als auch Prüforganisationen über ihre Computer abrufen können.


    Wenn etwas nicht bei denen im PC drin steht, steht es auch nicht in den COC drin.