Massives ZV-Problem Beifahrertüren & FEM Relaiskleber – Hilfe benötigt!

  • Hallo zusammen,

    ich bin neu hier im Forum und fahre einen BMW 318d (F30, BJ 2014, VIN: J627276). Ich habe mich hier angemeldet, weil ich ein technisches Problem habe, bei dem ich alleine nicht mehr weiterkomme. Ich hoffe auf eure Expertise und freue mich auf den Austausch!

    Ich wende mich an euch, weil ich bei meinem BMW ein massives Problem mit der Zentralverriegelung (ZV) und der Batterie habe.

    Die Situation: Alle drei Passagiertüren lassen sich nicht mehr korrekt über die ZV steuern. Ich habe bereits ein neues Türschloss eingebaut, aber das Problem besteht weiterhin – das neue Schloss funktioniert ebenfalls nicht.

    Diagnose-Ergebnisse : Ich habe den Fehlerspeicher ausgelesen und das FEM (Front Electronic Module) zeigt vier permanente Fehler an:

    • 80415C: Relais Entriegeln defekt (Kurzschluss nach Plus oder Relaiskleber)
    • 80415E: Relais Verriegeln defekt (Kurzschluss nach Plus oder Relaiskleber)
    • 804160: Relais Sichern defekt (Kurzschluss nach Plus oder Relaiskleber)
    • 804162: Relais Verriegeln defekt (Kurzschluss nach Plus oder Relaiskleber)

    Batterie-Problematik: Obwohl ich die Batterie bereits gegen eine neue getauscht habe, bekomme ich ständig die Meldung: "Erhöhte Batterieentladung im Stand. Stromverbraucher wurden vorübergehend abgeschaltet". Es scheint, als ob das FEM durch die klebenden Relais permanent Strom zieht und die neue Batterie leert.

    Meine Fragen:

    1. Da ein neues Schloss nicht geholfen hat, deutet alles auf ein defektes FEM hin. Ist es möglich, die Relais im FEM einzeln zu tauschen, oder muss das gesamte Modul ersetzt werden?
    2. Hat jemand Erfahrung damit, ob ein Kurzschluss in einem der alten Türschlösser die Relais im FEM dauerhaft beschädigt haben könnte?

    Ich bin für jeden technischen Rat oder Tipps zur Reparatur des FEM sehr dankbar!

    Vielen Dank im Voraus!

  • "Erhöhte Batterieentladung im Stand. Stromverbraucher wurden vorübergehend abgeschaltet" und dann die Sympotmatik ... . Ggf. hast Du vielleicht tatsächlich eine Kriechstrom, der vom Batteriemanagement als "Verbraucher war genommen wird". Die Frage wird dann allerdings sein, welche der Türen ist es.

    Vielleicht hast Du auch ein Masseproblem. Hast Du Dir die Massepunkte mal angeschaut?

  • Danke für die Rückmeldung! Um das Problem genauer einzugrenzen:


    Es betrifft die Beifahrertür vorne sowie die beiden hinteren Türen. Nur die Fahrertür und der Kofferraum funktionieren derzeit einwandfrei.


    Interessant ist das Verhalten der Schlösser: Die Türen verriegeln, aber sie Entriegeln nicht. Es scheint also, als würde der Impuls zum Öffnen fehlen oder blockiert sein.


    Ich habe das Türschloss auf der Beifahrerseite vorne bereits gegen ein neues Schloss ausgetauscht, aber leider hat das gar nichts geändert – das Problem besteht weiterhin identisch.


    Wegen der Fehlermeldung 'Relaiskleber' im FEM vermute ich, dass das Relais für das 'Entriegeln' im Modul feststeckt oder defekt ist, während das Relais für das 'Verriegeln' eventuell noch arbeitet. Das würde auch erklären, warum die neue Batterie im Stand leergezogen wird, wenn das FEM permanent versucht, ein Signal an die Schlösser zu senden.


    Ich werde mir die Massepunkte trotzdem ansehen. Habt ihr Tipps, wie ich die Masseleitung vom FEM am besten durchmessen kann?

  • Danke für die Erklärung zum REM, das macht absolut Sinn, warum das Heckklappenschloss funktioniert.

    Ich habe die Sicherungen im FEM geprüft (insbesondere die für die Zentralverriegelung zuständigen ). Alle Sicherungen sind intakt und in Ordnung.


    Gibt es außer den Sicherungen noch etwas, das ich am FEM-Eingang messen sollte, bevor ich das Modul zur Reparatur einschicke?

  • Ich habe die Sicherungen im FEM geprüft (insbesondere die für die Zentralverriegelung zuständigen ). Alle Sicherungen sind intakt und in Ordnung.

    Darf ich fragen, wie Du die Sicherungen geprüft hast? Es gab hier schon genug Fälle, bei denen die Sicherungen optisch i.O. waren, messtechnisch dann aber durchgefallen sind.

  • Das ist ein berechtigter Einwand! Ich habe die Sicherungen nicht nur optisch geprüft, sondern auch einen Test gemacht:

    Ich habe die entsprechenden Sicherungen komplett herausgezogen. In diesem Moment gab es an allen Türen absolut gar keine Reaktion mehr (auch kein Klicken der Relais). Sobald ich die Sicherungen wieder einstecke, ist zumindest an der Fahrertür die Funktion wieder da und man hört das FEM arbeiten.


    Daher bin ich mir ziemlich sicher, dass die Spannungsversorgung bis zum FEM durch die Sicherungen gewährleistet ist. Das Problem scheint also wirklich hinter den Sicherungen, direkt auf der Platine des FEM (Relaiskleber), zu liegen.

    Haltet ihr es für sinnvoll, die Spannung direkt am Ausgang des FEM-Steckers zu messen, während ich den Taster im Innenraum betätige?